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Neue Liste veröffentlichtDiese Länder gelten neu ebenfalls als Risikogebiete

Das BAG hat 15 weitere Staaten bekannt gegeben, für welche die Quarantänepflicht gilt. Schweden hingegen wird von der Liste gestrichen.

Blick aus einem Bombardier der C Series, am Samstag, 8. Oktober 2016, in Zuerich Kloten. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Blick aus einem Bombardier der C Series, am Samstag, 8. Oktober 2016, in Zuerich Kloten. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
KEYSTONE

Die Schweiz hat wie angekündigt ihre Liste mit den Corona-Risikoländern erweitert. Neu gilt für 42 Länder bei der Einreise in die Schweiz eine Quarantäne. Bisher waren es 29 Gebiete. Neu aufgeführt sind etwa Bosnien, Montenegro und Mexiko. Schweden und Weissrussland dagegen gelten nicht mehr als Risikogebiet.

Die aktualisierte Liste zur Quarantänepflicht gilt ab Donnerstag, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite mitteilte. Die epidemiologische Lage hat sich in diesen Ländern laut Staatssekretariat für Migration (SEM) verschlechtert.

Für Personen, die sich in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und in die Schweiz einreisen, gilt seit Anfang Juli eine Quarantänepflicht. Einreisende müssen sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Diese kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne laut eigenen Angaben mit Stichproben.

Neu auf der Liste der Risikoländer sind (gilt jeweils ab dem 23. Juli):

  • Besetztes Palästinensisches Gebiet
  • Bosnien und Herzegowina
  • Costa Rica
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eswatini (Swasiland)
  • Guatemala
  • Kasachstan
  • Kirgistan
  • Luxemburg
  • Malediven
  • Mexiko
  • Montenegro
  • Surinam
  • Vereinigte Arabische Emirate

Von der Liste gestrichen werden.

  • Weissrussland
  • Schweden

Weiterhin auf der Liste der Risikoländer

  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bahrain
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Chile
  • Dominikanische Republik
  • Honduras
  • Irak
  • Israel
  • Kapverden
  • Katar
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Moldau (Moldawien)
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Serbien
  • Südafrika
  • Turks- und Caicos-Inseln
  • USA (inklusive Puerto Rico und US Virgin Islands)

Die Regel gilt auch rückwirkend

Die auf den Donnerstag hin angepasste Liste mit den Risikoländern wird künftig regelmässig, «mindestens monatlich», aktualisiert. Wenn es die Situation erfordere, allenfalls auch häufiger. Das sagte Stefan Kuster, Leiter übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), an der heutigen Pressekonferenz in Bern.

Insofern müssten sich Reisende darauf einstellen, «dass die Liste sich ändern kann». Das bedeute also beispielsweise, dass 10 Tage in Quarantäne muss, wer am Donnerstag aus Mexiko zurückkomme – obwohl das Land bei der Abreise noch nicht auf der Liste der Risikoländer war.

Bewusst sein, «dass es schief gehen» kann

Auf die Frage, was er jenen sage, die ihre Ferien in Schweden abgesagt haben, weil das Land bis am Mittwoch auf der Liste der Risikoländer stand, meine Kuster: «Es ist wie es ist.» Umgekehrt würden zum Beispiel die Zahlen in Spanien wieder steigen. Reisende müssten sich einfach bewusst sein, «dass es schief gehen könnte». Plötzliche politische Grenzöffnungen «können uns immer auf dem linken Fuss erwischen».

Der Anteil der Menschen, die in Quarantäne seien, nachdem sie aus einem Risikogebiet zurückgekehrt seinen, hat sich laut Kuster erhöht. Derzeit liegt sie bei 6000 Personen.

Reproduktionszahl bei 1,1

Zur «Zettelflut», welche die Fluggesellschaften bei in die Schweiz einreisenden Rückkehrern produzieren, sagte Kuster: Digital sei diese Erhebung noch nicht möglich. Auf den Passagierlisten der Fluggesellschaften seien Daten nicht enthalten, die für die Rückverfolgung von Ansteckungen wichtig seien.

Laut Kuster lag die Reproduktionszahl im Zusammenhang mit den Covid-19-Ansteckungen per 12. Juli bei 1,1. Die Reproduktionszahl deute auf einen leichten Anstieg der Ansteckungen hin, sagte Kuster. Die meisten Fälle gebe es in den Kantonen Aargau, Bern, Genf, Waadt und Zürich. Parallel zu den zunehmenden Fällen sei verzögert nun auch ein leichter Anstieg bei den Hospitalisationen zu beobachten. Auch in den Nachbarländern seien die Fallzahlen in den letzten sieben Tagen grundsätzlich eher angestiegen.

Anderseits scheine die Sommergrippezeit in der Schweiz «etwas vorüber», sagte Kuster. Gemäss Sentinella-Meldesystem habe sich die Zahl der Patienten, die sich mit Erkältungssymptomen und Halsschmerzen beim Arzt melden, halbiert.

Alle Länder im Quarantäne-Check

Suchen Sie ein Land und vergleichen es mit den BAG-Kriterien. Hier gibts die Liste aller Länder – zum Ordnen nach Quarantänepflicht, Staat und Schwellenwert.

nag