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Lob der KindheitDiese grosse Sehnsucht

Warum interessieren uns die Kindheit und die Jugend einer Person? Weil in dieser Lebensphase alles offen ist, noch scheinbar alle Wege möglich sind. Die Norwegerin Ida Lødemel Tvedt beschreibt dieses Gefühl meisterhaft.

Die Autorin, vergangene Woche in ihrer Wohnung in Oslo.
Die Autorin, vergangene Woche in ihrer Wohnung in Oslo.
Foto: Ivar Kvaal

Schleppnetz

Kind gewesen zu sein, ist wie auf einer Party voller nüchterner Menschen als Einzige getrunken zu haben. Wir wissen, dass wir dort gewesen sind, dass wir hemmungslos waren und im Mittelpunkt stehen wollten, erinnern uns aber lediglich an Bruchstücke und Standbilder. Nur die nüchternen Erwachsenen, die uns als Kind erlebt haben, können sich ganz klar daran erinnern, wer wir damals gewesen sind, was wir gemacht haben, wie wir uns ausgedrückt haben. Vielleicht werden wir deshalb bis ans Ende unseres Lebens von einer existenziellen Katerparanoia verfolgt.

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