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Architektur-Kolumne Bern, die Stadt der schwarzen Löcher

Die Schweiz liebt den Asphalt. Besonders zu sehen ist das auch in Bern. Doch das historisch bedeutsame Material darf kein Freibrief für Fantasielosigkeit sein.

Schäden im Belag entstehen gerade bei Brücken oft, wie hier bei der Lorrainebrücke in Bern.
Schäden im Belag entstehen gerade bei Brücken oft, wie hier bei der Lorrainebrücke in Bern.
Foto: Tobias Anliker

In dieser schneearmen Zeit von eingeschränkter Leichtigkeit vor Weihnachten sticht ein Material hervor, auf dem wir uns täglich bewegen. Wenn wir denn dieses Material überhaupt noch wahrnehmen. Die Rede ist vom Asphalt, dieser schwarzen Masse, die unseren Lebensraum prägt und von einer gewissen Tristesse nicht frei ist.

Dabei hat das Material eine grosse Geschichte: Im alten Babylon diente es als Mörtel für Strassenpflasterung, es war Exportgut und dichtete alles ab, was durchlässig war. Die Römer verwendeten es in Vollendung für ihre Thermen und andere öffentliche Bauten. Wiederentdeckt wurde es erst im Zeitalter der Aufklärung als – tatsächlich – Heilmittel und für die befestigten Trottoirs und als Strassenbelag im Paris des Bürgerkönigs Louis-Philippe und Napoleons III.

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