Zum Hauptinhalt springen

Kantonaler NachrichtendienstDie Spione der Kantonspolizei

Die Berner Kantonspolizei hat ihren eigenen Nachrichtendienst. Eine Rüge der Geheimdienst-Aufsicht gibt einen seltenen Einblick in die Arbeitsweise der Staatsschützer.

Nicht alle Kantonspolizisten tragen Uniform – insbesondere nicht die 15 Mitarbeitenden der Abteilung Staatsschutz.
Nicht alle Kantonspolizisten tragen Uniform – insbesondere nicht die 15 Mitarbeitenden der Abteilung Staatsschutz.
Peter Klaunzer (Keystone/Archiv)

Ein kantonaler Geheimdienst? Ja, den gibt es. Im Organigramm der Kantonspolizei taucht er bei der Kriminalpolizei als «Fachbereich Staatsschutz» auf. Wo genau die Abteilung ihre Büros hat und wie ihr Chef heisst, will die Kantonspolizei nicht sagen. Sie gibt auf Anfrage einzig bekannt, dass der bernische Staatsschutz 15 Mitarbeitende zählt.

Sie alle sind zwar bei der Kantonspolizei angestellt. Doch finanziert werden ihre Stellen vom Nachrichtendienst des Bundes (NDB), dem nationalen Geheimdienst. Die 15 Berner Staatsschützer sind die «kantonale Vollzugsbehörde» des NDB, so sieht es das Nachrichtendienstgesetz vor. Sie müssen neben Arbeiten für die Kantonspolizei auch Aufträge ausführen, die ihnen der NDB erteilt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.