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Kommentar zur Gastro-Suisse-PolitikDie Schweizer Gastrolandschaft kann mehr als nur Cordon bleu

Wirtepräsident Casimir Platzer steht für bürgerliche Politik und bürgerliche Küche. Doch als Verbandspräsident muss er die Branche in ihrer ganzen Vielfalt vertreten.

Vertritt nicht alle Gastronominnen und Gastronomen gleichermassen: Casimir Platzer.
Vertritt nicht alle Gastronominnen und Gastronomen gleichermassen: Casimir Platzer.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Die Pandemie hat Casimir Platzer zu einem berühmten Mann gemacht. Der Präsident des Verbands Gastro Suisse ist omnipräsent. Eine Medienmitteilung jagte die nächste. Platzer gab Interviews, kritisierte den Bundesrat, lud auch während kritischer Phasen der Pandemie zu physischen Medienkonferenzen – und kündigte zuletzt sogar eine Volksinitiative an.

Das wirkt erst mal wie gute Lobbyarbeit. Doch während der Präsident nach aussen Stimmung macht, läuft beim Verband selbst nicht alles glatt. Es hat sich abgezeichnet, dass die vielen Anträge auf Erwerbsersatz die verbandseigene Ausgleichskasse Gastro Social überfordern würden. Statt Energie in eine Volksinitiative zu investieren, hätte Gastro Suisse die Stellen aufstocken können, bevor es zur Verzögerung der Auszahlungen kommt.

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