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Personelles aus dem VBSDie Schweiz hat einen neuen Luftwaffen-Chef

Peter Merz übernimmt das Amt per 1. Juli 2021 von Bernhard Müller. Dagegen verlässt Korpskommandant Aldo Schellenberg die Armee vorzeitig.

Neuer Job: Oberst Peter Merz - wird im kommenden Sommer Chef der Luftwaffe.
Neuer Job: Oberst Peter Merz - wird im kommenden Sommer Chef der Luftwaffe.
Foto: Peter Schneider (Keystone/Archiv)

Peter Merz wird im Sommer 2021 Luftwaffenchenchef. Er tritt die Nachfolge von Bernhard Müller an, der auf diesen Zeitpunkt hin vorzeitig pensioniert wird.

Oberst im Generalstab Merz ist zurzeit Projektleiter Neues Kampfflugzeug Luftwaffe. Sobald er sein Amt als Luftwaffen-Chef antritt, wird er zum zum Divisionär befördert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der 52-jährige Merz trat vor dreissig Jahren ins Überwachungsgeschwader der Luftwaffe ein. Der gelernte Lastwagenmechaniker und studierte Ingenieur war seither als Militärpilot, Fluglehrer und später in verschiedenen militärischen Führungsfunktionen im Einsatz.

Seit Anfang 2018 ist er Projektleiter Neues Kampfflugzeug (NKF) Luftwaffe. Falls das Stimmvolk dem Kauf am 27. September zustimmt, wäre Merz für die Abwicklung der Beschaffung und allenfalls für die Einführung des neuen Jets verantwortlich.

Schellenberg geht früher in Pension

Dafür geht der stellvertretende Armeechef und Chef Operationen, Aldo Schellenberg, Ende Jahr in Pension. Zunächst war geplant gewesen, dass Schellenberg Zugeteilter Höherer Stabsoffizier von Armeechef Thomas Süssli wird. Darauf verzichtet der 61-Jährige nun aber.

Gemäss einer Mitteilung des Bundesrats vom Mittwoch verlässt Schellenberg «aufgrund seiner ordentlichen Pensionierung und auf seinen persönlichen Wunsch hin» das Instruktionskorps per 31. Dezember 2020. Der Bundesrat dankt Schellenberg für die geleisteten Dienste.

Schellenbergs Platz als Chef Kommando Operationen nimmt 2021 Laurent Michaud ein, der heute stellvertretender Kommandant der Kosovo-Friedenstruppe KFOR ist. Wer nach 2020 Süsslis Stellvertreter wird, ist unklar. Über die Besetzung dieser Funktion wird später entschieden, wie der Bundesrat mitteilte.

Schellenberg waren Ambitionen auf das Amt des Armeechefs nachgesagt worden. Der Bundesrat ernannte jedoch Süssli zum Nachfolger von Armeechef Philippe Rebord.

Der ehemalige Lufwaffenchef Schellenberg war im Zusammenhang mit der Beschaffung eines neuen Luftabwehr-Systems unter Druck geraten. Der damalige Armeechef André Blattmann ordnete 2016 ein Verfahren wegen möglicher Dienstgeheimnisverletzungen an, legte dieses aber wenig später zu den Akten.

Korpskommandant Aldo Schellenberg bei der Verabschiedung eines Bataillons in Walenstadt.
Korpskommandant Aldo Schellenberg bei der Verabschiedung eines Bataillons in Walenstadt.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone/16. Juni 2020)

SDA/fal

20 Kommentare
    Ruedi Basler

    Wäre es unter keinen Umständen möglich mit Österreich Luftpolizeiaufgaben zu erfüllen ? Koordination und Zusammenarbeit wäre angezeigt.