Die kleinsten Flughafen-Hotels

Hintergrund

Ein paar Stunden Aufenthalt lohnen sich nicht, um ein Hotelzimmer zu nehmen. Kleine Firmen bieten dafür eine Lösung an.

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Verspäteter Flieger, lange Umsteigezeiten, und im schlimmsten Fall eine schlaflose Nacht auf harten Sesseln. Spätestens dann, wenn man die Shoppingmöglichkeiten des Flughafens auswendig kennt, möchte man sich endlich ein Nickerchen gönnen.

Box mit Bett, WLAN und Fernseher

Aber deswegen gleich ein Hotelzimmer zu mieten, ist vielen Reisenden zu teuer – zumal sie ihr Bett ja nur gerade für ein paar Stunden brauchen würden. In vielen Fällen bleibt dann nur der Schlaf im Sitzen oder auf dem Boden. Doch einige Flughäfen schaffen mit Schlafboxen Abhilfe. Das Konzept stammt von asiatischen Kabinen-Hotels, die es in dieser Form seit rund dreissig Jahren in Japan gibt.

So können etwa Passagiere am Flughafen in München seit einiger Zeit in den sogenannten Napcabs entspannen, welche Studenten der Technischen Universität München entwickelt haben. Auf 2,50 mal 1,65 Metern befinden sich ein Bett, ein kleiner Schreibtisch und ein Fernseher. Ausserdem ist die Schlafbox mit WLAN ausgestattet – alles also, was man sich auch in einem Hotelzimmer wünschen würde. Per Kreditkartenzahlung lässt sich das Zimmerchen öffnen und stundenweise mieten.

Die Studenten sind nicht die ersten, die auf die Idee gekommen sind, Mini-Lounges für gestresste Passagiere zu bauen. Zahlreiche kleine Firmen bieten ähnliche Lösungen an. In Moskau stehen am Flughafen Scheremetjewo die Sleepboxes. Die Ausstattung ist dieselbe: Bett, Tisch, TV und Internet. Am Indira Ghandi International Airport in Delhi stehen die Sams (Snooze at my Space) im Abflugbereich.

Nur ein Bad fehlt

Was den Boxen allerdings fehlt: ein Bad. Diesen zusätzlichen Luxus haben Passagiere in London Heathrow. Neben einem Bad mit Dusche gibt es in den Schlafboxen des Anbieters No. 1 Traveller dort sogar eine Minibar. Sie sind im Vergleich zu den anderen Kabinen allerdings auch etwas teurer. In London kostet der Aufenthalt 23 Pfund in der Stunde – in München, Delhi und Moskau sind es, je nach Tageszeit, zwischen sieben und 15 Euro pro Stunde.

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