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Gastkommentar zu Kirche und PolitikDie Kirche ist politisch, und sie ist Partei

Sollte die Kirche für ihr Ja zur Konzerninitiative bestraft werden, würden darunter die Schwächsten der Gesellschaft leiden.

Die reformierte Pauluskirche warb im letzten Oktober mit einem Banner am Kirchturm für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.
Die reformierte Pauluskirche warb im letzten Oktober mit einem Banner am Kirchturm für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.
Foto: Peter Schneider (Keystone)

In den Kantonen Bern und Zug sind im Nachgang zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) Vorstösse eingereicht worden, um die Kirchensteuer juristischer Personen der Freiwilligkeit zu unterstellen. Das politische Engagement der Kirche hat bei vielen bürgerlichen Politikerinnen und Politikern Irritationen ausgelöst. Sie kritisieren, Kirchensteuern von juristischen Personen zu beziehen und damit Kampagnen gegen die Interessen der Wirtschaft zu fahren, sei unstatthaft.

Die Polemik rund um die KVI zeigt deutlich, dass die Ressentiments gegen eine politische Kirche gross sind: «Die Kirche soll sich nicht um politische Fragen kümmern. Sie hat andere Aufgaben. Es entspricht ihrer Tradition, sich für die Armen einzusetzen, für die Menschen und die gesellschaftlichen Verhältnisse zu beten.» So hört man Leute allenthalben reden, wenn es um die Frage des politischen Engagements der Kirche geht.

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