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Designforscher über die Plakate des BAG«Die Kampagne hat ihr Ziel erreicht»

«Robust und stabil»: Arne Scheuermann, Professor für Designtheorie in Bern, lobt die Informationskampagne des Bundesamts für Gesundheit – und sagt, worauf es in der Krisenkommunikation ankommt.

«Die Kampagne ist unter extremem Zeitdruck entstanden»: Plakate mit Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Coronavirus vor einer Medienkonferenz Anfang März.
«Die Kampagne ist unter extremem Zeitdruck entstanden»: Plakate mit Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Coronavirus vor einer Medienkonferenz Anfang März.
Foto: Keystone

«Händeschütteln vermeiden», «bei Fieber und Husten zu Hause bleiben», «Abstand halten»: Das BAG hat in den letzten Monaten die grösste Gesundheitskampagne in der Geschichte der Schweiz lanciert. Und sie kommt gut an: Einer Studie des BAG zufolge wird sie von 92% der Bevölkerung wahrgenommen. Was macht sie so erfolgreich?

Die Kampagne kommuniziert sehr stabil und verwendet eine einfache, robuste Bildsprache. Sie vertraut auf einfache Piktogramme, die fast alle ohne zusätzlichen Text verständlich sind. Ausserdem wurde sie sehr breit gestreut: in den Medien, auf Plakaten im öffentlichen Raum, auf Social Media. Aus Studien wissen wir, dass diese sogenannte Durchdringung bei der Akzeptanz und Wiedererkennung von Präventionskampagnen eine grosse Rolle spielt. Einfach gesagt: Wer etwas sehr oft sieht, erinnert sich auch daran.

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