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«Rembrandts Orient»: Ausstellung in BaselDie grosse Sehnsucht nach dem Orient

Die Schau zeigt die kulturelle Aneignung nicht-europäischer Waren in der Kunst der Niederlande des 17. Jahrhunderts. Von den 120 Werken sind aber nur elf von Rembrandt selbst.

Rembrandt Harmensz van Rijn: «Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung» (1635).
Rembrandt Harmensz van Rijn: «Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung» (1635).
Foto: Rijksmuseum Amsterdam

In der neuen Ausstellung des Kunstmuseums Basel finden wir auf den Bildern kostbare Teppiche und kunstvoll gewundene Turbane, glänzende Nautilusschalen und wallende Kleider aus japanischem Chintz, einem glänzenden Baumwollstoff. Es ist eine Reise in das 17. Jahrhundert, das man bis vor kurzem in Holland mit unverhohlenem Stolz das «Goldene Zeitalter» nannte.

Zu Recht, weil die niederländische Kunst und Kultur damals eine einmalige Blüte erlebte, was die Basler Ausstellung belegt. Zu Unrecht, weil Glanz und Gloria mit dem Tod und der Unterdrückung von unzähligen Menschen verbunden war. Denn die Holländer waren im Umgang mit ihren Kolonien und deren Bewohnern nicht weniger brutal als die Spanier, Portugiesen, Engländer, Franzosen und Deutschen.

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