Zum Hauptinhalt springen

Streit um Berner BahnhofausbauUnerwarteter Störfall spaltet rot-grünes Bündnis

Die GFL, Partei des Stadtpräsidenten, stellt sich überraschend gegen die Vorlage zum Umbau des Bahnhofs – und damit gegen die RGM-Partner. Eine GFL-Stadträtin hält dies für eine «schwierige Visitenkarte».

Der Bubenbergplatz soll umgestaltet werden – aber wie genau, ist umstritten.
Der Bubenbergplatz soll umgestaltet werden – aber wie genau, ist umstritten.
Foto: Barbara Héritier

In der turbulenten Debatte rund um den Ausbau des Berner Bahnhofs kommt es zum nächsten Knall: Die Grüne Freie Liste (GFL) hat an der Mitgliederversammlung vom Mittwoch die Nein-Parole beschlossen. Das Resultat ist mit 22 zu 14 bei zwei Enthaltungen unerwartet deutlich. Damit stellt sich die Basis gegen die RGM-Bündnispartner und gegen führende Figuren der eigenen Partei – unter anderen den Stadtpräsidenten Alec von Graffenried.

Bei Abstimmungen über Vorlagen dieser Grössenordnung bildete RGM in der Regel eine geeinte Front. Die letzte grössere Abstimmung zu einem Verkehrsprojekt – dem Tram nach Ostermundigen – konnte nicht zuletzt dank der gebündelten Kraft des Bündnisses gewonnen werden. Dieser Zusammenhalt bröckelt nun aber. Der Abstimmungskampf zum Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» wird auch innerhalb des linken Lagers zuweilen gehässig ausgetragen. Das Votum der GFL kommt für die anderen Regierungsparteien dennoch als Überraschung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.