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Literatur aus den USADie doppelte Diskriminierung der schwarzen Frau

Ann Petrys Roman «Die Strasse» aus den 1940er-Jahren erzählt ein erschreckend aktuelles Kapitel aus der Geschichte des rassistischen Amerika. Zeit, ihn wieder zu entdecken.

Nach den «Harlem Riots» 1943: Weisse Polizisten führen schwarze Frauen ab, die Geschäfte geplündert haben.
Nach den «Harlem Riots» 1943: Weisse Polizisten führen schwarze Frauen ab, die Geschäfte geplündert haben.
Foto: Bettmann Archive/Getty Images

«Die Strasse», 1946 im amerikanischen Original publiziert, hat es verdient, auch hierzulande als moderner Klassiker gewürdigt zu werden. Die Zeiten, in denen Ann Petry in der Schublade «afroamerikanische Schriftstellerin» landete, was trotz der Millionenauflage des Originals doppelte Marginalisierung bedeutete, sind glücklicherweise vorbei. Spätestens mit dem Nobelpreis für Toni Morrison 1993 wurde der Unsinn solcher Schubladen bemerkt. Warum also bei der Wiederentdeckung dieses Romans überhaupt noch über Hautfarbe sprechen? Und über Geschlecht?

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