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Kommentar zum NetzaktivismusDie Capitol-Rioters werden auf Twitter gejagt – das ist falsch

Im sozialen Netzwerk wird versucht, Personen dingfest zu machen, die am Sturm von Washington beteiligt waren. Dabei wird der Rechtsstaat unterlaufen.

«Verhaftet»: Erfolgsmeldungen auf Twitter.
«Verhaftet»: Erfolgsmeldungen auf Twitter.
Foto: Twitter

«Schuh-Nerds, ich brauche eure Hilfe bei der Identifizierung der Stiefel von Mann Nr. 1», «Wir benötigen weitere Bilder», «Wir kommen näher», «Verhaftet»: So geht das nun seit einigen Tagen in den sozialen Netzwerken. Identifiziert werden sollen mit Hinweisen die Rioters, die an der Erstürmung des Washingtoner Capitol beteiligt waren.

Gejagt werden die Trump-Ultras im Internet nicht vom FBI oder von Polizeibehörden, sondern von Twitter-Usern: In Diskussionen – sogenannten Threads – werden die Fotos und Videos gesammelt, um die Täter dingfest zu machen. Mit Erfolg: So wurde bereits nach zwei Tagen der «Zip-Tie-Guy» identifiziert, der ein Bündel Kabelbinder in den Händen trug, als er – vollständig vermummt – in den Parlamentssaal des Capitol vordrang.

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