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Kolumne Christian SeilerDie besten Kochbücher für 2021

Lesen ist immer gut. Kochen auch. Lesen und danach kochen noch besser: im neuen Jahr mit diesen Büchern.

Nur noch gute Salte, Erinnerungen an «Wurstfinger» und Kohl mit Rallyestreifen: Kochbücher, die es sich zu lesen lohnt.
Foto: Erli Grünzweil

Diese Bücher sind meine Bücher des Jahres – oder besser gesagt, die Bücher des gerade anbrechenden Jahres, jedenfalls in Bezug auf Kochbücher. Der Wert von Kochbüchern lässt sich ja in erster Linie daran ermessen, wo das Buch steht: im Kochbuchregal oder in der Küche, dort, wo man blind hingreift, also direkt neben der «Klassischen italienischen Küche» von Marcella Hazan und «Tender» von Nigel Slater. Die folgenden Kochbücher haben jedenfalls das Zeug dazu, mir ans Herz zu wachsen. Hier meine Auswahl für das Jahr 2021.

Eins. Bill Buford: Dreck, Hanser. Gleich die erste Ausnahme, weil kein Kochbuch, sondern eine Reportage, und zwar eine fantastische Reportage. Buford, langjähriger Herausgeber des Literaturmagazins Granta, berichtet von seiner Reise nach Lyon, wo er die Geheimnisse der französischen Küche kennen lernen will. Und er lernt, mehr als vier Jahre lang, gedemütigt von Küchenchefs und Kollegen, limitiert von den eigenen «Wurstfingern», wie er sagt, aber stets getragen von einer sprachgewaltigen Begeisterung für gutes Essen in allen Nuancen: historisch, sozial und vor allem subjektiv. Ein Meisterwerk.

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