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Erster Tag im LockdownDie Armee probt den Ernstfall im Homeoffice – und versagt

Der Eintritt in die Rekrutenschule war speziell für Rekrut Robin Kabul. Er leistet Dienst von daheim aus, in der ersten Homeoffice-RS. Doch dann stürzt das System ab.

Die Kampfstiefel hat Robin Kabul bereits eingelaufen. Doch auf Gebot der Armee bleibt er zu Hause in Steinen SZ – und verbringt die ersten drei Wochen der RS vor dem Computer.
Die Kampfstiefel hat Robin Kabul bereits eingelaufen. Doch auf Gebot der Armee bleibt er zu Hause in Steinen SZ – und verbringt die ersten drei Wochen der RS vor dem Computer.
Foto: Sabina Bobst

Nichts will. Nichts geht. Und das ausgerechnet im Ernstfall.

Es ist kurz nach 9 Uhr, Robin Kabul sitzt in seinem Zimmer, in Jogginghose und blauen Socken, bereit für die Rekrutenschule (RS). Er will einrücken und sich zur Homeoffice-RS einloggen. Doch es hängt. «Das braucht alles so lang», sagt der Richtstrahlpionier in spe. Das System ist hoffnungslos überlastet.

Es klappt dann doch noch. Aber nur halb. Rekrut Kabul ist zwar im System, bloss geht nun gar nichts mehr. Plötzlich ein kleines Erfolgserlebnis. Ein Schweizer Fähnchen taucht als Sanduhr auf. Die Schweiz dreht und dreht sich, nichts geschieht. Rekrut Kabul wartet und wartet. Willkommen in der Schweizer Armee (gewisse Dinge ändern sich nie).

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