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Betrugsfall CarbagasDie Angeklagten wehren sich mit allen Mitteln

Die beiden mutmasslichen Berner Immobilienbetrüger im Fall Carbagas ziehen alle Urteile ans Bundesgericht weiter.

Nun werden sich die Richter in Lausanne über die Urteile gegen die beiden Männer beugen.
Nun werden sich die Richter in Lausanne über die Urteile gegen die beiden Männer beugen.
Foto: zvg

Das Urteil des bernischen Obergerichts war eindeutig: Der Ex-Chef der Pensionskasse von Carbagas und ein Bauunternehmer aus dem Berner Oberland wurden letzten November je zu fünf Jahren Gefängnis unbedingt verurteilt. Zudem entschieden die Richter, dass die zwei Männer mit je 2,4 Millionen Franken für den angerichteten Schaden aufkommen müssen.

Damit verschärfte das Obergericht das Urteil der ersten Instanz sogar noch. Doch die beiden Angeklagten beharren auf ihrer Unschuld: Sie ziehen das Urteil ans Bundesgericht in Lausanne weiter, wie dieses auf Anfrage bestätigt.

Der Ex-Pensionskassenchef zieht zudem ein weiteres Urteil gegen ihn nach Lausanne weiter: Das bernische Verwaltungsgericht hatte ihn diesen Januar zu einer Schadenersatzzahlung von 9,3 Millionen Franken verurteilt. Dies, weil er als ehemaliger Kadermann der Pensionskasse für den angerichteten Schaden hafte.

Die Pensionskasse der Carba-Gruppe, die ihren Sitz im Liebefeld hat, soll so für die überteuerten Immobilienkäufe entschädigt werden, die der Ex-Chef zugunsten des Bauunternehmers getätigt haben soll.