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KulturstreamRapper Siga – live im Kulturstream

Weiter in unserer Onlineserie «Kulturstream», die Kunst in Ihr Wohnzimmer bringt. Heute Dienstag mit dem Rapper Siga.

Der Zürcher Rapper Siga im Kulturstream.

Hätte er die Kurve nicht gekriegt, würde Siga vielleicht nicht im Kulturstream performen. Siva Ganesu, wie Siga mit bürgerlichem Namen heisst, wuchs nach seiner Flucht vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka in Deutschland auf. Dort geriet er auf die schiefe Bahn. Von einem Tag auf den anderen beschloss er jedoch, einen Neuanfang zu wagen. In der Schweiz.

Eines Abends rappte Siga Denzel Washington was vor sein Job brachte die beiden zusammen. Der Hollywoodstar meinte: «You have talent.»

Also kniete sich Siga rein in die Musik. Holte für seine Videoclips Vanessa an Bord, die seine Texte in Gebärdensprache übersetzt. Heute will der Rapper für Junge ein Vorbild sein, gerade für jene, die mehr als eine Heimat haben.

Der Dreh für den Dokumentarfilm über die Reise zurück zu seinen Wurzeln in Sri Lanka musste jetzt jedoch bereits zum zweiten Mal verschoben werden. Letztes Jahr wurde das Land von Terroranschlägen erschüttert, und Sigas Eltern, die hätten mitkommen sollen, sagten die Reise aus Angst ab. Nun hat sich das Coronavirus ausgebreitet. Doch der Plan bleibt bestehen.

Bis Siga endlich seine zweite Heimat besuchen kann, sehen wir ihn im Kulturstream, zusammen mit seinem Tour-DJ, J Temple.

Siga, der Zürcher Rapper, kommt ursprünglich aus Sri Lanka.
Siga, der Zürcher Rapper, kommt ursprünglich aus Sri Lanka.
Foto: Sigamusic

Der Kulturstream

Die Corona-Krise trifft Künstlerinnen und Künstler besonders hart. Ihre Auftritte wurden noch vor Einführung der Social-Distancing-Massnahmen gestrichen. Und die angekündigten Lockerungen des Lockdown werden sie als Letzte erfahren, gewisse Veranstaltungen sind auf Monate hinaus nicht durchführbar.

Einige streamen ihre Kunst deshalb von zu Hause aus. Das wollen wir unterstützen und zeigen über die nächsten Wochen Auftritte von Musikern, Komikern, Slam-Poeten und Autoren. Mal live, mal aufgezeichnet – nach dem Motto: Kann das Publikum nicht zum Künstler, geht der Künstler zum Publikum.

Wir und die Künstler sind uns natürlich bewusst, dass solche Aufnahmen alles andere als professionell sind. Aber in einer Krise, wo selbst Königinnen und Präsidenten über Webvideo in Erscheinung treten, hat die Corona-Ästhetik durchaus einen gewissen Reiz. Wir hoffen, Ihnen gefallen die Darbietungen!

Jeweils dienstags, donnerstags und samstags ab 18 Uhr, im Ressort Kultur in der Sektion «Kulturstream».

(ahl)