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Neue GebührenDer Töffparkplatz könnte bald etwas kosten

Schweizer Städte und Gemeinden dürfen ab nächstem Jahr auch für Zweiräder Parkgebühren erheben. Drei Orte denken bereits darüber nach.

Städte kämpfen mit Platznot: Ein Motorroller auf einem Fahrrad-Parkplatz beim Berner Bahnhof.
Städte kämpfen mit Platznot: Ein Motorroller auf einem Fahrrad-Parkplatz beim Berner Bahnhof.
Foto: Valérie Chételat

Wer mit dem Töff, Mofa, Roller oder einem schnellen E-Bike unterwegs ist, muss sich bald auf neue Kosten einstellen. Der Bundesrat hat entschieden, dass Städte und Gemeinden ab nächstem Jahr auch für Zweiräder Parkgebühren erheben dürfen, berichtet die «NZZ am Sonntag».

Weil viele Städte mit Platznot im öffentlichen Raum kämpfen, drängten sie auf eine solche Lösung. Bisher galt die Verordnung des Bundes zum «Parkieren gegen Gebühr» nur für Lenker von Motorwagen. Ab 2021 kann sie neu auch auf Roller, Mofas und E-Bikes mit Motorenhilfe bis zu 45km/h angewendet werden. Ob sie zum Einsatz kommt, entscheiden Städte und Gemeinden.

Bern, Luzern und Lugano haben Interesse

Interessiert an der Einführung seien unter anderem Bern, Luzern und Lugano, schreibt die NZZ am Sonntag. In Bern evaluieren Verkehrsplaner, wie die Gebührenpflicht für Motorräder umgesetzt werden könnte. Der Bund empfiehlt nummerierte Plätze mit einer Parkuhr. Luzern und Lugano prüfen ebenfalls ein Konzept.

Lausanne und Basel wollen keine neuen Taxen einführen, St. Gallen, Biel und Zürich äussern sich zurückhaltend. Der Zürcher Stadtrat hat erst am Freitag entschieden, die Gebühren fürs Parkieren in der Blauen Zone zu verdoppeln.

Die Töff-Lobby wehrt sich gegen die neuen Kosten. «Der Entscheid ist ein Fehler», sagt Walter Wobmann, SVP-Nationalrat und Präsident der Föderation der Motorradfahrer. Er sei ungerechtfertigt, denn gerade, wenn es um den Platz gehe, seien Motorräder von Vorteil. Sie mit Parkgebühren abzuschrecken, sei kontraproduktiv.

ij