Zum Hauptinhalt springen

Zum 100. Geburtstag von Kurt MartiDer Tod seiner Frau liess ihn literarisch verstummen

Es war eine grosse, lebenslange Liebe: Der Tod von Hanni Marti riss 2007 eine riesige Lücke in das Leben des Berner Dichters und Pfarrers Kurt Marti. Jetzt ist aus dem Nachlass erstmals die ergreifende Totenklage «Hanni» erschienen.

An einem Zibelemäritfest 1942 begegneten sie sich erstmals: Kurt und Hanni Marti-Morgenthaler um 1950.
An einem Zibelemäritfest 1942 begegneten sie sich erstmals: Kurt und Hanni Marti-Morgenthaler um 1950.
Foto: Kurt-Marti-Stiftung

Erkannten sie sich auf der Tanzfläche? Kam er auf sie zu und bat ganz formell um einen Tanz, nachdem sie ihm vorher schon aufgefallen war? Oder war sie es, die keck den ersten Schritt machte und lächelnd auf den jungen Mann mit der Brille und den fein geschnittenen Gesichtszügen zuging? Eines stand fest, wie er sich über 60 Jahre später erinnerte: «Etwas begann, ohne dass dem Studenten hernach bewusst geworden wäre, dass etwas begonnen hatte.»

Aus Anlass seines 90. Geburtstags gab es viel öffentliches Lob für den Jubilar. Der Dichterpfarrer Kurt Marti wurde gerühmt für seine Sprachkunst, seine Pionierrolle als moderner Mundartlyriker, seine Glaubensarbeit als unorthodoxer Theologe auf der Suche nach einer zeitgemässen Frömmigkeit.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.