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Zwei Fans erzählen«Der Fussball hat seine Ernsthaftigkeit verloren»

Fussball als Erlebnis für alle hat sich durch die Corona-Krise verflüchtigt. Am Ende werden viele Fans ein Jahr lang nicht im Stadion gewesen sein. Besteht die Gefahr der Entfremdung?

«Es reizt mich nicht.» Ein YB-Fan über die Möglichkeit im Sommer, als einer von 1000 Zuschauern ins Stadion zu gehen.
«Es reizt mich nicht.» Ein YB-Fan über die Möglichkeit im Sommer, als einer von 1000 Zuschauern ins Stadion zu gehen.
Bild: Peter Klaunzer (Keystone)

Als Andrin Brändle klar wurde, was dieses Virus für seinen Fussball bedeutet, fasste er einen Entschluss und sagte sich: «So will ich kein Stadion von innen sehen.» Und als Thomas Meister (Name auf Wunsch geändert) die ersten Geisterspiele am Fernsehen sah und die Rufe vom Feld von der leeren Tribüne hallen hörte, erschrak er. «Seither ist mein Horizont die Rückkehr zur Normalität», sagt er. «Es fragt sich nur, wie weit weg die ist.»

Brändle und Meister sind Fussballfans, der eine vom FC St. Gallen, der andere von YB, und erleben als solche gerade ihre bislang schwierigste Zeit. Das Erlebnis Stadion hat sich mit der Corona-Krise verflüchtigt. In Zeiten, in denen man schon zusammenzuckt, wenn einem die Hand zur Begrüssung hingestreckt wird, wirkt es wie ein absurdes Versprechen einer fernen Zukunft, dass Menschen dereinst auf engem Raum wieder hüpfen, schreien und sich in die Arme fallen dürfen.

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