Zum Hauptinhalt springen

Neue Grenze für NegativzinsenDer Druck auf die Kleinsparer steigt

Die UBS reagiert auf die krisenbedingt wachsenden Sparkonti und beschliesst Negativzinsen neu schon ab 250’000 Franken. Und sie nennt die Orte, an denen die 44 Filialen geschlossen werden.

Kurz vor seinem Abgang bei der UBS Ende Monat vermeldet er eine Ausweitung der Negativzinsen und Filialschliessungen: Axel Lehmann, Chef des Schweizer Geschäfts der Grossbank.
Kurz vor seinem Abgang bei der UBS Ende Monat vermeldet er eine Ausweitung der Negativzinsen und Filialschliessungen: Axel Lehmann, Chef des Schweizer Geschäfts der Grossbank.
Foto: Raphael Moser (BZ)

Die Grossbank UBS senkt ab dem 1. Juli 2020 die Schwelle stark an, ab der sie ihren Kunden Negativzinsen auf den Einlagen berechnet. Bisher hat sie die faktische Gebühr von 0,75 Prozent erst ab einem Kontostand von 2 Millionen Franken belastet, neu tut sie es auch schon bei Einlagen ab 250’000 Franken. Jeder Franken über dieser Schwelle wird künftig mit 0,75 Prozent belastet. Die andere Schweizer Grossbank Credit Suisse verrechnet Negativzinsen weiter erst ab 2 Millionen Franken.

Gemessen an der bisherigen Entwicklung, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis auch sie und weitere Banken diese Grenze senken. Wohin die Reise geht, hat im Dezember bereits die Postfinance mit ihrer Ankündigung deutlich gemacht, ab dem Februar Kontoeinlagen bereits ab 100’000 Franken mit dem Negativzins von 0,75 Prozent zu belasten. So weit wie dieses Unternehmen des Bundes geht kein anderes Finanzinstitut.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.