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«Der Bezug zum Wohnort ist bei vielen Schweizern stark»

Legen ihre regionalen Titel zusammen: Die NZZ-Gruppe und die AZ Medien.

Der Markt für kostenpflichtige Tageszeitungen in der Schweiz ist hart. Steigen mit grossen Zusammenlegungen wie aktuell zwischen den AZ Medien und der NZZ-Gruppe oder jener innerhalb des Tamedia-Konzerns, der auch Redaktion Tamedia herausgibt, die Chancen auf ein längerfristiges Überleben?

Die Konzentration der Medien ist in der Schweiz noch weniger weit als in anderen Ländern. Was sind die Erfahrungen im Ausland? Hat dort die Konzentration den Verlagen geholfen, sich besser zu positionieren?

Auffällig ist doch: In den Nullerjahren setzten viele Schweizer Zeitungen auf das Regionale, die Nähe zum Leser. Setzt jetzt eine Gegenbewegung ein? Wieso geht es jetzt plötzlich um nationale Grösse?

Viele Schweizer interessieren sich also für das, was direkt vor der Haustür passiert, und die grossen nationalen und internationalen Themen. Das heisst aber auch, dass es für jene, die den Raum dazwischen abdecken, schwierig wird?

Dann stört es einen Leser aus der Region St. Gallen also auch nicht, dass er den gleichen Artikel zu einem nationalen Thema vorgelegt bekommt, wie ein anderer Leser aus der Region Aarau? Was sagt die Forschung?

Hier kommt dann der Vorwurf: nur noch Einheitsbrei.

Die positive Sicht auf die Medienkonzentration ist: Statt vieler zahmer Kleinredaktionen entstehen wenige schlagkräftige Grossteams. Werden die Rechercheleistungen durch die Konzentration insgesamt nicht besser, können Journalisten so nicht eher ihre wichtige Kontrollfunktion ausüben?

Sie gehen also eher davon aus, dass Konzentration zu schlechterem Journalismus führt?