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Essay über den BalkonDer beste Platz in der Stadt

Wir treten jetzt öfter auf den Balkon hinaus: Er bietet persönlichen Rückzug und gemeinschaftliche Teilhabe zugleich.

Äusserster Fluchtpunkt einer Wohnung

Im 19. Jahrhundert war der Balkon Ausdruck von wirtschaftlicher Macht – selbstbewusst nach aussen gewölbt wie ein wohlgenährtes Bäuchlein.

Katze an der Leine

Mehr Licht, mehr Luft

«Schlüsselelement» für die Stadt von morgen

2 Kommentare
    Hofstetter Christian

    Ein beeindruckendes Essay von Salome Müller. Meinerseits habe ich festgestellt, dass in vielen Wohnhäusern, auch neu erstellten, so etwas wie Leben auf den Balkonen eingekehrt ist. Vor Corona waren viele Balkone zu Ablageflächen von irgendwelchen Gegenständen verkommen, manchmal auch von Müllsäcken belegt, und sie, die Balkone, waren mehr oder minder personell verwaist. Nun hat sich das geändert. Menschen sind nicht mehr nur darauf bedacht, sich den Blicken anderer zu entziehen, sondern verweilen auf Balkonen und zeigen sich in der Öffentlichkeit. Menschen in Wohnsilos machen darauf aufmerksam, dass sie leben. Endlich erfüllen Balkone den Zweck, der ihnen von Architekten zugedacht worden ist. Und Mieter verschmähen den Ort einer flüchtigen Begegnung viel weniger als auch schon. Balkone sind auch in der Schweiz zu einem Lebensraum geworden, der in südlichen Ländern so genutzt wird, wie ihm eigentlich gebührt.