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Gastkommentar zum BahnhofDer Berner Bahnhofplatz soll den Menschen dienen

Der Hirschengraben kann zu einem attraktiven Bahnhofvorplatz werden, wenn die politisch Verantwortlichen ein bisschen städtebaulichen Mut aufbringen.

Der Hirschengraben – heute ein von Denkmälern beschränkter Veloabstellplatz – soll zu einer Freifläche zum Verschnaufen werden.
Der Hirschengraben – heute ein von Denkmälern beschränkter Veloabstellplatz – soll zu einer Freifläche zum Verschnaufen werden.
Foto: Adrian Moser

Pendler und Pendlerinnen erleben es täglich: Der öffentliche Verkehr in der Stadt Bern ist stark auf den Hauptbahnhof ausgerichtet. Immer mehr Menschen sind unterwegs – darum wird der Bahnhof in den nächsten Jahren umgebaut und mit einer zusätzlichen Personenunterführung erweitert. Dabei gilt es, die Bedürfnisse der Menschen und das Städtebauliche intelligent zu verbinden. Dies gelingt der Stadt Bern mit der Verlängerung der Personenunterführung und einer mutigen Umgestaltung des Hirschengrabens.

In seinem Gastbeitrag vom 18. November 2020 plädiert der Architekt Arpad Boa für einen «Bahnhofvorplatz Bubenberg». Städtebaulich mag das spannend sein, der Funktion des Bahnhofs und den Bedürfnissen der Menschen wird er damit aber nicht gerecht. Dass der dafür notwendige Abriss des gesamten Bubenbergzentrums nicht realistisch ist, weil die Besitzer der einen Hälfte dagegen sind, blendet Boa grosszügig aus. Aus seiner Sicht ist die offizielle Planung «städtebaulich wertlos und sogar gefährlich», weil das Bubenbergdenkmal verschoben und der Hirschengraben umgestaltet wird. Wieso eine Denkmalverschiebung gefährlich sein soll, bleibt sein Geheimnis.

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