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Musik vom MarsDavid Bowie hat sich das ganz falsch vorgestellt

Die Nasa veröffentlicht Geräusche vom Roten Planeten. Viel spektakulärer klingt aber das, was sich der Popstar, aber auch Pythagoras und Gustav Holst ausgedacht hatten.

David Bowie im Video zu «Life on Mars».
David Bowie im Video zu «Life on Mars».
Foto: Screenshot

Die Nasa

Seit einem Monat ist der Perseverance-Rover nun schon auf dem Mars unterwegs, und er hat nicht nur spektakuläre Bilder übermitteltsondern erstmals auch Geräusche. Wir wissen dank der Nasa nun also, wie es klingt auf dem Roten Planeten: Still ist es dort. Manchmal hört man eine Windböe. Neuerdings auch das Knirschen der Perseverance-Raupen. Mehr ist da nicht.

Das ist nicht überraschend, aber doch ein wenig enttäuschend. Und Anlass genug, sich wieder einmal an spektakulärere Vorstellungen von Mars-Musik zu erinnern.

Pythagoras

Die visionärste dieser Vorstellungen stammt aus dem 6. Jahrhundert vor Christus: Damals kam im Umfeld von Pythagoras die Idee einer Sphärenharmonie auf. Jeder Planet, so die Vorstellung, verursacht beim Kreisen um die Erde, die damals noch als Zentrum des Universums galt, durch die Reibung der Sphären einen Klang. Die Tonhöhe hängt dabei ab von der Distanz zur Erde und der Geschwindigkeit der Bewegung (beim Mars, so wurde später berechnet, soll sie 144,72 Hz betragen). In der Summe fügen sich die Töne zu einer perfekten Harmonie.

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