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Konzert Theater Bern: Saison 2019/20Das Virus hat eine gute Spielzeit
ausgebremst

Trotz Corona präsentiert Konzert Theater Bern für die Saison 2019/20 eine ausgeglichene Rechnung.

Nach dem Lockdown hat Konzert Theater Bern im Juni Aufführungen für ein kleines Publikum gespielt.
Nach dem Lockdown hat Konzert Theater Bern im Juni Aufführungen für ein kleines Publikum gespielt.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Dabei hatte alles so gut begonnen: Die Spielzeit 2019/20 wäre für Konzert Theater Bern wohl eine gute geworden, wie das Haus im soeben publizierten Geschäftsbericht darlegt – wenn nicht Corona gewesen wäre. «Ausgezeichnet» seien die Auslastungszahlen bis Ende Februar 2020 gar gewesen, heisst es in der Medienmitteilung – zum Beispiel in der Tanzsparte mit sagenhaften 97 Prozent.

Am 28. Februar wurden wegen der Pandemie Veranstaltungen mit über 1000 Personen eingeschränkt, ab Mitte März folgte der komplette Lockdown auch für Konzert Theater Bern. Die Folge: 155 Vorstellungen und Konzerte mussten abgesagt werden, 22’700 Karten wurden rückerstattet. Immerhin: Jeder dritte Besucher und jede dritte Besucherin entschied sich für einen Gutschein oder eine Spende.

Auch wenn Ende Juni im Rahmen eines Alternativprogramms einige Vorstellungen gespielt werden konnten, so schlägt sich die Corona-Pause doch auf die Zahlen von Konzert Theater Bern nieder: So besuchten in der Spielzeit 2019/20 insgesamt gut 81’000 Personen das Haus (Vorjahr: 114’000). Allerdings wurden auch nur 265 Vorstellungen gespielt (Vorjahr: 403).

Ein Trostpflaster seien immerhin die sehr guten Auslastungszahlen bis zum Lockdown gewesen, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie betrugen über alle Sparten hinweg 76 Prozent (Vorjahr: 69 Prozent).

Dank den sofort eingeleiteten Massnahmen zur Schadensminderung und den Kurzarbeitsentschädigungen habe der Kostendeckungsgrad gehalten werden können (20,5 Prozent). Daraus resultiert eine Jahresrechnung, die mit einer schwarzen Null geschlossen werden konnte.

1 Kommentar
    Martin Kaderli

    Wieso wird hier eigentlich immer nur über die Theaterfinanzen oder über Personalia berichtet? Man könnte ja auch mal übers Theater informieren!

    Aber eben, nicht fürs Leben leben wir in diesem Land sondern für die Buchhaltung.