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Vernachlässigte HäfenDas viel grössere Problem als im Suezkanal liegt in den USA

Vor Kalifornien und New York stecken Containerschiffe permanent im Verkehrsstau. Das belastet den Welthandel viel mehr als die vorübergehende Suez-Blockade.

Vor der Hafeneinfahrt von Oakland in Kalifornien dümpeln seit Monaten Dutzende Containerschiffe, weil es im Hafen zu wenig Platz für die Entladung gibt.
Vor der Hafeneinfahrt von Oakland in Kalifornien dümpeln seit Monaten Dutzende Containerschiffe, weil es im Hafen zu wenig Platz für die Entladung gibt.
Foto: Justin Sullivan (Getty Images/AFP)

Die Blockade des Suezkanals durch das Mega-Transportschiff Ever Given verursachte Folgekosten von 9 Milliarden Dollar. Jeden Tag.

Doch das viel grössere Problem für den Welthandel liegt in den USA. Das Fachmagazin «G-Captain» berichtete diese Woche unter dem Titel «New Yorks Ever-Given-Krise ist grösser als jene Ägyptens». Denn wenn ein Schiff wie die Ever Given in einem der US-Seehäfen anlegt, bringt es nicht nur mehr als 200’000 Tonnen Güter ins Land. Es bringt auch die zu knapp bemessenen Hafenanlagen an die Grenzen der Belastbarkeit.

Anders als die Havarie im Suezkanal können die Engpässe in den US-Häfen nicht von heute auf morgen gelöst werden. Nur eine grosse Investition in die Anlagen, wie sie Präsident Joe Biden vorschlägt, kann den Dauerstau von Containerschiffen beheben.

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