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Politischer EssayDas Unbehagen an der Expertokratie

Die Katastrophe ist nicht eingetreten, unter dem Druck der Wirtschaft hat der Bundesrat schnelleren Lockerungen zugestimmt. Es mehren sich Stimmen, die überhaupt am Sinn der Massnahmen zweifeln und von der Herrschaft, gar einer Diktatur der Virologen und Exekutivpolitiker sprechen.

Der Experte spricht, der Politiker hört zu: Der Berliner Virologe Christian Drosten (hier mit dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn) ist auch in der Schweiz ein Medienstar geworden. Weil die deutsche Regierung seinen Empfehlungen weitgehend folgt, erhält er sogar Morddrohungen.
Der Experte spricht, der Politiker hört zu: Der Berliner Virologe Christian Drosten (hier mit dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn) ist auch in der Schweiz ein Medienstar geworden. Weil die deutsche Regierung seinen Empfehlungen weitgehend folgt, erhält er sogar Morddrohungen.
Foto: Fabrizio Bensch (Reuters) 

Seit Wochen befindet sich die Schweiz im Notstand, in einer «ausserordentlichen Lage». Wichtige Freiheitsrechte sind ausser Kraft gesetzt. Nun hat der Bundesrat deutliche Lockerungen in Aussicht gestellt, unter erheblichem Druck aus der Wirtschaft und schneller, als zumindest Teile des Gremiums es ursprünglich wollten. Zugleich mehren sich die Stimmen, die von einer Corona-Diktatur sprechen, die von einigen wenigen Virologen und sieben Bundesräten ausgeübt werde. Der Chor reicht von Thomas Borer («Coronakratie») über Lukas Bärfuss («Expertendiktatur») und diverse Unternehmer bis zu Roger Köppel, der die Massnahmen schlicht «Wahnsinn» nennt und ultimativ fordert: «Das diktatorische Notregime muss enden.»

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