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Bryan Adams«Corona kommt von Fledermäuse essenden Mistkerlen»

Ein Instagram-Post hat dem kanadischen Rockstar Bryan Adams Rassismusvorwürfe eingebracht. Nun hat er sich für seine umstrittenen Äusserungen zur Ausbreitung des Coronavirus entschuldig.

Wollte nur auf die «schreckliche Tierquälerei auf den chinesischen Feuchtmärkten» aufmerksam machen: Bryan Adams. (Archivbild)
Wollte nur auf die «schreckliche Tierquälerei auf den chinesischen Feuchtmärkten» aufmerksam machen: Bryan Adams. (Archivbild)
Keystone/Sean Kilpatrick
Nun hat sich Bryan Adams für seine umstrittenen Äusserungen entschuldigt.
Nun hat sich Bryan Adams für seine umstrittenen Äusserungen entschuldigt.
Keystone/Alessandro Della Bella
Seine Äusserungen rechtfertigten einen rassistischen Hass, der ohnehin seit der Corona-Pandemie gegen Chinesen und Asiaten allgemein in Kanada aufgekommen sei, sagte Amy Go, Präsidentin der Organisation CCNC-SJ.
Seine Äusserungen rechtfertigten einen rassistischen Hass, der ohnehin seit der Corona-Pandemie gegen Chinesen und Asiaten allgemein in Kanada aufgekommen sei, sagte Amy Go, Präsidentin der Organisation CCNC-SJ.
Keystone/Peter Klaunzer
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Der kanadische Rockstar Bryan Adams («Summer of 69») hat sich für seine umstrittenen Äusserungen über die Ausbreitung des Coronavirus entschuldigt. Auf Instagram schrieb der 60-Jährige am Dienstag, er bitte bei allen um Verzeihung, die sich durch seine Veröffentlichung vom Vortag verletzt fühlten. «Keine Ausrede, ich wollte nur über diese schreckliche Tierquälerei auf diesen Feuchtmärkten schimpfen und für Veganismus werben», schrieb er. Seine Gedanken seien bei all jenen, die mit der Pandemie zu tun hätten.

Am Montag postete der 60-Jährige auf Instagram ein Video, in dem er sein Lied «Cuts Like A Knife» spielt. Bezogen auf den pandemiebedingten Ausfall seiner Shows in der Londoner Royal Albert Hall schrieb der Musiker dazu, die ganze Welt sei grad auf Eis gelegt, nur weil es gierige virusmachende Mistkerle gebe, die Fledermäuse auf sogenannten Nassmärkten verkauften und ässen. Ihnen empfehle er, Veganer zu werden, ergänzte er (Original: «thanks to some fucking bat eating, wet market animal selling, virus making greedy bastards, the whole world is now on hold»).

Laut Medienberichten war der Post zunächst auch auf dem Twitter-Profil des Musikers zu lesen, wurde dann aber entfernt. Viele Nutzer kritisierten nichtsdestotrotz die Aussagen als rassistisch und enttäuschend. Andere zeigten hingegen Zustimmung und hoben den Einsatz des langjährigen Veganers für Tierrechte hervor.

In der Gemeinschaft chinesischstämmiger Kanadier sorgte die Äusserung für Entrüstung. Amy Go, die Präsidentin der Organisation CCNC-SJ, die sich für die Rechte chinesischstämmiger Kanadier einsetzt, wies auf die Vorbildrolle des Musikers hin: Viele Leute schauten zu Adams als Idol auf. Seine Äusserungen rechtfertigten einen rassistischen Hass, der ohnehin seit der Corona-Pandemie gegen Chinesen und Asiaten allgemein in Kanada aufgekommen sei, sagte Go dem Sender CBC: «Das ist so unverantwortlich und einfach so, so, so, so rassistisch.»

(SDA / chk)