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Corona-Fälle im Kanton Kanton Bern muss
Contact-Tracing aufweichen

Die explodierenden Fallzahlen überfordern das Personal. Die Behörden rufen positiv Getestete dazu auf, «selbstständig in Isolation zu gehen».

Das Contact-Tracing-Team des Kantonsarztamts hat alle Hände voll zu tun.
Das Contact-Tracing-Team des Kantonsarztamts hat alle Hände voll zu tun.
Foto: Raphael Moser (Archiv)

«Wir sind nun auf die Mithilfe aller angewiesen» – diese deutlichen Worte wählte Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, am Donnerstag. Erneut musste er bekannt geben, dass am Vortag 251 Bernerinnen und Berner einen positiven Corona-Test erhalten haben. Am Tag zuvor wurden innerhalb von 24 Stunden sogar 290 neue Fälle registriert – fast doppelt so viele wie am Vortag und so viele wie noch nie an einem einzigen Tag.

Die hohe Anzahl führt dazu, dass der Kanton seit dieser Woche den Kontakt mit positiv auf das Coronavirus getesteten Personen nicht mehr per Telefon hält, sondern vor allem auf E-Mail und SMS umgestellt hat. Das sei eine logische Folge der erhöhten Fallzahlen: «Betroffene müssen vermehrt Verantwortung übernehmen und sich nach dem Erhalt der Testergebnisse selbstständig in Isolation begeben», so Giebel. Auch ihr nächstes Umfeld sollten die Betroffenen vorsorglich selbst informieren, denn die Contact-Tracer verfügen nicht mehr über die Kapazität, mit allen Neuinfizierten sofort ein Erstgespräch zu führen. Ein solches dauere nicht selten über eine Stunde, heisst es beim Kanton.

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