Neuer Standort für Bootshaus gesucht

In Hinterkappelen hat die Opposition gegen das neue Bootshaus der Seepolizei ihr Ziel erreicht. Der geplante Standort ist vom Tisch.

Aus dem geplanten Standort für das neue Bootshaus (Bild) in Hinterkappelen wird nichts.

Aus dem geplanten Standort für das neue Bootshaus (Bild) in Hinterkappelen wird nichts. Bild: Adrian Moser (Archiv)

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Die Pläne des Kantons für ein neues Bootshaus der Seepolizei beim Stegmattsteg in Hinterkappelen haben viel Wirbel ausgelöst. Anwohnerinnen und Anwohner zeigten sich empört, dass das Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) «einen der schönsten Erholungsplätze» der Gemeinde Wohlen überbauen wollte. In der warmen Jahreszeit wird hier gepicknickt, gebrätelt und in der Aare gebadet. Eine Petition gegen den geplanten Standort wurde von rund 1500 Personen unterschrieben.

Der massive Widerstand hat nun dazu geführt, dass der Kanton nach einem anderen Standort sucht. An einem runden Tisch kamen die Beteiligten am Dienstagabend überein, dass der geplante Standort nicht weiter verfolgt wird. «Das Amt für Grundstücke und Gebäude will das Projekt nicht gegen die Bevölkerung durchsetzen», sagt Gemeindepräsident Bänz Müller (SPplus). Der Vertrag für einen Landabtausch, den die Gemeinde mit dem Kanton ausgehandelt hatte, ist hinfällig geworden.

Suche auf beiden Uferseiten

Wegen des «massiven Eingriffs in das Landschaftsbild und das Uferschutz­gebiet» waren diverse Einsprachen gegen das Bauvorhaben eingegangen, zum Beispiel von Naturschutzorganisationen und der Kirchgemeinde Wohlen. Das Gespräch am runden Tisch habe in einem guten Klima stattgefunden, sagt Christian Cappis, Präsident der Kirch­gemeinde und Koordinator der Opposition. Er zeigte sich erfreut über den Erfolg: «Man hat erkannt, dass es sich um einen sensiblen Standort handelt, an dem das Projekt nicht realisierbar ist.»

Das alte Bootshaus der Seepolizei am Wohlensee ist verlandet und kann nicht mehr benutzt werden. Seit mehreren Jahren ist die Seepolizei in der Nähe der Wohleibrücke in einem privaten Bootshaus eingemietet, auch hier schreitet aber die Verlandung zügig voran. Dass die Seepolizei ein neues Bootshaus benötigt, sei unbestritten, sagt Müller. Es sei sinnvoll, das Bootshaus in der Nähe des Stegmattstegs zu bauen, da sich der Polizeiposten in Hinterkappelen befinde. Infrage komme auch das südliche Ufer beim Steg, das zur Stadt Bern gehört. Dort befinden sich unter anderem das Gebäude des Rowing-Clubs Bern und der Campingplatz Eymatt. Christian Cappis findet das Vorgehen richtig: «Man muss den gesamten Perimeter beim Steg überprüfen, um eine verträglichere Lösung zu finden.» (wal) (Der Bund)

Erstellt: 20.10.2016, 09:47 Uhr

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