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Leidenschaftlicher Stadtvater hinterlässt eine grosse Lücke

Der Bieler Stadtpräsident Hans Stöckli tritt nach 20 Jahren zurück. Er will sich künftig im National- oder allenfalls Ständerat ganz der nationalen Politik widmen. Die Ersatzwahl verspricht spannend zu werden.

Wie immer per Velo und in Anzug und Krawatte fährt Hans Stöckli beim Blöschhaus, dem Sitz des Bieler Stadtpräsidenten, vor. Doch etwas ist anders an diesem Freitagmorgen. Stöckli hatte kurzfristig zur Medienkonferenz geladen und eröffnet diese nun unüblich pünktlich. Ansonsten lässt er Stadträte, Projektverantwortliche oder Journalisten gerne warten. Zu beschäftigt ist er immer, um pünktlich zu sein – und zu wichtig auch. Ohne Stöckli läuft nichts in Biel.

«Das 20-jährige Jubiläum als Stadtpräsident und Finanzdirektor ist ein guter Grund bekannt zu geben, dass ich auf Ende dieses Jahres zurücktrete», sagt Stöckli in aufgeräumter Stimmung. Obschon bereits seit Jahren über seinen Rücktritt spekuliert wird, überrascht die Ankündigung. Stöckli hat noch grosse Projekte wie die Stades de Bienne, die Neugestaltung des Expo-Geländes oder das zentrale Verwaltungsgebäude am Laufen und hätte noch bis 2012 im Amt bleiben können. «Die Geschichte von Guido Müller hat mich gelehrt, dass es gut ist, nach einer gewissen Zeit zurückzutreten.» Nach dem Rücktritt des legendären Stadtpräsidenten (1921–1947) stürzte die Bieler SP in eine Krise, von der sie sich lange nicht erholte.

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