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Freie Sicht aufs Mittelmass

Viel Musik, viele Wiederholungen und viel Langeweile: Von den drei Uraufführungen im dritten Autorenspektakel des Berner Stadttheaters vermochte in der Rauminstallation von Lutz & Guggisberg nur Jens Nielsen mit «Mupf & Söhne» zu überzeugen.

Godard verteilte künstliches Blut am Schluss von «One plus one». Mit Blut wird in diesem Film von 1968, als die Revolution den Staub der Geschichte abschüttelte und sich wieder einmal in den Alltag einmischte, ziemlich grosszügig umgegangen. Viel Blut verschwendet zum Beispiel Eve Democracy, als sie sich selber aus der Welt befördert.

42 Jahre später ist aus Eve Democracy eine «Konsensdemokratie» geworden, die nicht daran denkt, sich umzulegen. Die Rolling Stones, die Jean-Luc Godard für «One plus one» bei der Entstehung von «Sympathy for the Devil» mit der Kamera begleitete, sind eine langweilige Band mit einem nervigen Sänger, und der Black-Panther-Aktivist ist ein harmloses Milchgesicht.

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