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Als Bauer im denkmalgeschützten Bühlikofen

«Man hat eine wahnsinnig schöne Aussicht von hier – davon kann man nicht leben, aber es hilft», sagt Peter Meister, der zusammen mit seiner Frau Annamarie einen der beiden Bauernhöfe von Bühlikofen bewirtschaftet.

Man sei nahe bei der Stadt und doch «total auf dem Land». Da alles geschützt sei, könne man den Betrieb jedoch nicht ganz so weiterentwickeln, «wie man vielleicht sollte». 30 Kühe, wie er sie besitze, seien heute zu wenig, es seien wohl doppelt so viele nötig, um rationell wirtschaften zu können. «Man muss auch noch andere Standbeine haben», sagt der 47-Jährige. Die Familie Meister hat deshalb einen in der Nähe liegenden Bauernhof in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege mit Wohnungen ausgebaut.

Vor rund 150 Jahren sei die Situation in der Landwirtschaft ganz anders gewesen. Innerhalb von rund zehn Jahren, zwischen 1842 und 1850, seien die beiden grossen Bauernhäuser in Bühlikofen und das Herrenvogel-Bauernhaus errichtet worden. «Damals hat der Bauernstand noch etwas gegolten.» Die Menschen hätten viel mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben müssen als heute, die Bauern hätten deshalb für ihre Produkte mehr Geld erhalten. «Damals hatte man einen Melker, einen Karrer, weitere Knechte und Taglöhner. Heute muss der Bauer alles selber machen.»

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