Bomben treffen Zivilisten und Lebensmittelfabrik
Angriffe und Kämpfe in Syrien und im Irak: 10 Kilometer vor Bagdad sollen IS-Milizen wüten, im syrischen Raqqa wurde ein Getreidespeicher von westlichen Angriffen getroffen.
Durch die Luftangriffe in den Provinzen Raqqa und Aleppo wurden offenbar auch Zivilisten getötet. Bei der Bombardierung von Getreidespeichern im Norden Syriens seien mehrere Zivilisten ums Leben gekommen, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien. Kämpfer der IS-Miliz seien dagegen nicht ums Leben gekommen.
Womöglich habe die Allianz den Agrarkomplex für einen IS-Stützpunkt gehalten. Bei den Toten handle es sich um Mitarbeiter der Anlage, die Lebensmittel für die Bevölkerung hergestellt hätten. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. Die US-Regierung äusserte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
In Aleppo wurden der Beobachtungsstelle zufolge örtliche IS-Kommandozentren zwischen den Ortschaften Minbej und Jarabulus attackiert. In der Provinz Raqqa wurden Vororte der gleichnamigen Stadt angegriffen, in denen die Jihadisten faktisch ihr syrisches Hauptquartier haben. In der Ortschaft Tal Abyad an der Grenze zur Türkei wurde laut der Beobachtungsstelle eine vom IS als Kommandozentrum genutzte Schule aus der Luft beschossen.
Angriffe auf Gaskraftwerke
Zuvor hatte die US-geführte Koalition den Aktivisten zufolge eine wichtige Erdgasanlage in Syrien bombardiert. Demnach griffen Kampfjets am Sonntagabend den Eingang und den Gebetsbereich des Komplexes an, der von den Jihadisten kontrolliert wird. Am Sonntag attackierte das Militärbündnis zudem vier kleinere Raffinerien, wie das US-Nahostkommando (Centcom) mitteilte.
Schwierig wird die Lage offenbar auch für die irakische Hauptstadt Bagdad. Laut BBC-Korrespondentin Lyse Doucet hätte es am Wochenende 10 Kilometer vor Bagdad Kämpfe zwischen den IS-Milizen und irakischen Soldaten gegeben. Das sagte Doucet in der Sendung «Global News» am frühen Montagmorgen.
Im Irak attackiert die US-Luftwaffe den IS bereits seit Anfang August. Vergangene Woche wurde der Einsatz dann auf Syrien ausgeweitet. Washington kann dabei auf breite Unterstützung von arabischen und europäischen Partnern zählen.
Nach Frankreich schlossen sich zunächst Grossbritannien, Dänemark, Belgien und die Niederlande an. Mit den Angriffen auf Raffinerien will die Koalition die Finanzquellen des IS trockenlegen.
SDA/cpm
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