Zum Hauptinhalt springen

Korruption in BrasilienBolsonaros Machtzirkel zerbröckelt

Gleich gegen mehrere enge Mitarbeiter des brasilianischen Präsidenten wird ermittelt.

Beste Beziehungen: Der abgetretene Bildungsminister Abraham Weintraub (r.) zusammen mit Präsidenten-Sohn Carlos Bolsonaro (9. Juni 2020).
Beste Beziehungen: Der abgetretene Bildungsminister Abraham Weintraub (r.) zusammen mit Präsidenten-Sohn Carlos Bolsonaro (9. Juni 2020).
Foto: Joedson Alves (EPA, Keystone)

Während in Brasilien die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten auf über eine Million steigt, versinkt die Regierung des Landes immer mehr im Chaos. Am Donnerstag erklärte der brasilianische Bildungsminister Abraham Weintraub seinen Rücktritt. Der ehemalige Investmentbanker galt als rechter Hardliner in der Regierung. Er beklagte eine «sozialistische Unterwanderung» seines Ministeriums und kürzte öffentlichen Universitäten drastisch Gelder, weil er sie für einen Hort des Kommunismus hielt. Auch in anderen Bereichen der Politik mischte Weintraub sich immer wieder ein. In den vergangenen Wochen fiel er durch rassistische Ausfälle gegen China im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf. Dazu verglich er Hausdurchsuchungen der Bundespolizei bei Bolsonaro-Befürwortern vor einigen Wochen mit der Kristallnacht vom 9. November 1938 in Nazideutschland. Und die Richter des obersten Gerichtshofes bezeichnete er als «Penner», die eingesperrt gehörten.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.