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TV-Kritik über Ems-DokBlocher geschäftet auch mit «Sündern»

Ein Dokumentarfilm wirft die Frage auf, wie die Ems-Chemie in ihrer Erfolgsgeschichte von Nazi-Chemikern profitierte. Dabei lässt Christoph Blocher tief blicken.

«Ist das so halb kriminell?» Christoph Blocher im Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein.
«Ist das so halb kriminell?» Christoph Blocher im Dokumentarfilm von Hansjürg Zumstein.
Foto: Screenshot SRF

Beunruhigend sei das, sagt einer der befragten Historiker. Und das ist es tatsächlich, was uns im neuen Dokfilm über die Erfolgsgeschichte der Ems-Chemie erzählt wird. Auch wenn man nach Jahrzehnten der Verdrängung so einiges über die Verstrickungen der Schweiz mit dem Nazi-Regime weiss. Zumindest so viel, dass niemand mehr sagen kann, da sei nichts gewesen.

«Ist das so halb kriminell?», fragt Christoph Blocher, als man ihn zu Beginn von Hansjürg Zumsteins Dokfilm nur schwach aus einem finsteren Schwarz hervorleuchtet. Die Frage ist nicht aus der Luft gegriffen, denn in Zumsteins Film geht es darum, ob und wie die Ems-Chemie vom Know-how der Nazis profitiert hatte. Was in diesem Zusammenhang an Verbrechen verdrängt wurde. Und welche Rolle dabei der Sozialdemokrat Robert Grimm gespielt hatte, der einst treibende Kraft beim Landesstreik von 1918 war.

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