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Leitartikel zum Machtwechsel Biden als Masseur für Amerikas geschundene Seele

Joe Biden wird neuer Präsident der USA. Der Demokrat wird die amerikanische Politik nicht grundlegend ändern. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, das aufgebrachte Land zu beruhigen.

Joe Biden wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.
Joe Biden wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.
Foto: Paul Sancya (Keystone)

Der Spuk ist nicht vorbei. Donald Trump und all das, wofür er steht, lösen sich nicht in Luft auf, wenn im Januar Joe Biden ins Weisse Haus einzieht. Der abgewählte Präsident hat nämlich ebenfalls gewonnen: Trump hat sieben Millionen Stimmen mehr erhalten als 2016. Nach vier verrückten Amtsjahren hat das niemand erwartet.

Wo die USA am Ende der Ära Trump stehen, ist für die ganze Welt bedenklich. Dass der Präsident das Wahlresultat anzweifelt und eine Verschwörung suggeriert, ist ein übler Schachzug, der die Strahlkraft der USA, einst Bannerträgerin von Freiheit und Demokratie, weiter schwächt. Beunruhigend ist vor allem, dass jene, die Trump gewählt haben, diesmal wussten, wen sie wählen. Als Staatsoberhaupt hat Trump notorisch demokratische Gepflogenheiten und rechtsstaatliche Normen verletzt. Dass er die Wiederwahl trotzdem beinahe geschafft hat, ist nur in einem Land möglich, wo viele Dinge nicht besonders «great» laufen.

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