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Langer Weg zum FrauenstimmrechtAls Frauenrechtlerinnen eine Schnecke durch Bern zogen

1928 brachte die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit in Bern den Frauen Aufmerksamkeit und Selbstbewusstsein. Zu reden gab aber auch eine «ominöse» Schnecke.

Die Schnecke symbolisierte «die Fortschritte des Frauenstimmrechts in der Schweiz» und zog auch den Spott der Männer auf sich.
Die Schnecke symbolisierte «die Fortschritte des Frauenstimmrechts in der Schweiz» und zog auch den Spott der Männer auf sich.
Foto: Gosteli-Stiftung

Das Stimm- und Wahlrecht für die Frauen in der Schweiz kam nur sehr schleppend voran. Zwar gab es schon vor der Verfassungsrevision von 1874 Bestrebungen für die Einführung, und auch in den Jahrzehnten danach erfolgten zahlreiche Vorstösse und Versuche, doch die Politik, der männliche Souverän und die Gerichte sprachen sich immer wieder gegen eine Beteiligung von Frauen am demokratischen Prozess aus.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Generalstreik unternahmen Frauenrechtlerinnen neue Anläufe für die Gleichstellung. Bei der Planung für die Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit (Saffa) in Bern von 1928 sollten die Leistungen der Frauen in Familie, Beruf, Wissenschaft und Kunst thematisiert werden. Eine grosse «Schau des Wesens und Schaffens der Frau» sollte entstehen.

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