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Kommentar zur neuen RedeBevor Trump geht, legt er noch ein Feuer

Der Präsident ist erstmals seit der Wahlnacht an die Öffentlichkeit getreten. Um seine drohende Niederlage in ein anderes Licht zu rücken, zerstört er das Vertrauen in die Wahl.

Wirft den Demokraten erneut vor, ihm die Wahl zu «stehlen»: Trump beim Abgang aus dem Presseraum des Weissen Hauses.
Wirft den Demokraten erneut vor, ihm die Wahl zu «stehlen»: Trump beim Abgang aus dem Presseraum des Weissen Hauses.
Foto: Carlos Barria (Reuters)

Schon seit der Antike neigen unterlegene Kriegsherren dazu, auf dem Rückzug alles zu zerstören, was dem Gegner nützlich sein könne: Getreidefelder, Brücken, ganze Städte. In den USA betreibt Donald Trump angesichts seiner immer wahrscheinlicheren Abwahl gerade seine eigene Politik der verbrannten Erde.

Seine Gegner sind die Millionen von Amerikanerinnen und Amerikanern, die ihm die Stimme verweigert haben. Sein Ziel – die Infrastruktur, die er zu zerstören versucht – ist die amerikanische Demokratie.

Trump hat in seinen vier Jahren im Weissen Haus viele beschämende Reden gehalten. Doch mit seinem Kaiser-Nero-Moment am Donnerstag hat er gezeigt, dass er vor nichts haltmachen wird, um seine bevorstehende Wahlniederlage in ein anderes Licht zu rücken – in ein falsches Licht.

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