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Kontroverse US-ParodieBestätigt: «Borat 2» kommt schon bald

Sacha Baron Cohen hat die Fortsetzung der Kultkomödie heimlich fertiggestellt.

«Borat» von 2006 begründete zum Beispiel auch diesen interessanten Bademodetrend.
«Borat» von 2006 begründete zum Beispiel auch diesen interessanten Bademodetrend.
Foto: PD

Sacha Baron Cohen hat in den letzten Monaten heimlich die Fortsetzung seiner Komödie «Borat» von 2006 abgedreht. Laut Medienberichten wurde der Komiker mehrfach gesichtet, wie er in Kostümen Szenen aufnahm für das Sequel, dessen Starttermin noch unklar ist. Durchgesickert ist bislang der volle Titel: «Borat: Gift of Pornographic Monkey to Vice Premiere Mikhael Pence to Make Benefit Recently Diminished Nation of Kazakhstan».

Gut möglich, dass «Borat 2» schon bald auf einem Streamingservice auftaucht; offenbar haben Studioleute den Film bereits gesehen. Denkbar ist auch, dass die vermutlich inkorrekte Satire noch vor den US-Wahlen im November zu sehen sein wird.

Bereits 2007 kündigte Fox eine «Borat»-Fortsetzung an. Doch Cohen gab immer wieder zu bedenken, die Kunstfigur des primitiven Fernsehreporters aus Kasachstan sei unterdessen zu bekannt, als dass sie unentdeckt Leute reinlegen könnte. Trotzdem soll der neue Film an den ersten anknüpfen: Borat verfolgt nun eine Karriere in Hollywood – im Glauben, er sei wegen «Borat» berühmt geworden.

«Pink transgender outfit»

Die Komödie, gefilmt während der Pandemie, soll Donald Trumps Umgang mit dem Coronavirus behandeln wie auch seine Beziehung zu Jeffrey Epstein. Bekannt ist auch, dass der britische Komiker in ein Interview mit Rudy Giuliani reinplatzte und dabei etwas trug, was der republikanische Politiker als ein «pink transgender outfit» beschrieb. Cohen wurde zudem dabei gefilmt, wie er an einer Versammlung von Rechtskonservativen das Publikum dazu brachte, bei einem verschwörungstheoretischen Lied über Bill Gates und Maskenträger mitzusingen.

«Borat» wurde nicht nur zum Kultfilm, die unverschämte Parodie amerikanischer Bigotterie spielte weltweit auch mehr als 260 Millionen Dollar ein. Sacha Baron Cohen wechselte zwischenzeitlich ins dramatische Fach, etwa in der Serie «The Spy». Er spielt auch in Aaron Sorkins neuem Film «The Trial of the Chicago 7» mit, der am 1. Oktober in den Schweizer Kinos startet und später auf Netflix verfügbar sein wird.

4 Kommentare
    Thomas Läubli

    Schön, kommt der Unterhaltungsbrei aus den USA auch heute wieder zu Ehren. Europa hat ja weder Kultur noch Bildung.