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Kommentar zur FrauenmehrheitBerns wunderbare Frauenwahl

Im Berner Stadtparlament sind neu 70 Prozent Frauen. Es ist die Frucht eines unermüdlichen Engagements von unzähligen Bernerinnen.

Ob auf der Strasse wie beim Frauenstreik oder im Netz mit dem #metoo: Die Frauen liessen nicht locker.
Ob auf der Strasse wie beim Frauenstreik oder im Netz mit dem #metoo: Die Frauen liessen nicht locker.
Foto: Raphael Moser

Das Berner Stadtparlament wird weiblicher. Von den 80 Sitzen sind nun deren 55 in Frauenhand. Der Frauenanteil erhöhte sich in einer Legislatur von knapp 50 auf beinahe 70 Prozent. Kurz: ein Wachstum von historischem Ausmass.

Natürlich kann man diese Entwicklung kritisch sehen. Gewählt wurden offenbar nicht die besten Kandidierenden, sondern einfach Frauen. Beim Grünen Bündnis landete der erste Mann auf dem 11. Ersatzplatz. Es ist unwahrscheinlich, dass dieser schlechter qualifiziert ist als sämtliche 20 Frauen, die vor ihm rangieren.

Es lässt sich auch einwenden, dass die Grenze zwischen berechtigten Gleichstellungsforderungen und weiblicher Machtpolitik in eigener Sache fliessend ist. Die Losung, dass gemischte Teams besser arbeiten, vergessen Politikerinnen schnell wieder, wenn sie selber in der deutlichen Mehrheit sind.

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