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Löhne seien «marktorientiert»Berner Regierung will Cheflöhne staatsnaher Betriebe nicht deckeln

Der Regierungsrat lehnt die Einführung einer fixen Obergrenze für Cheflöhne ab, fordert die Betriebe aber zur Zurückhaltung auf.

Auslöser für die Debatte zu hohen Vergütungen staatsnaher Betriebe war der Lohn von BKW-Chefin Suzanne Thoma. (Archivbild)
Auslöser für die Debatte zu hohen Vergütungen staatsnaher Betriebe war der Lohn von BKW-Chefin Suzanne Thoma. (Archivbild)
Foto: Antony Anex (Keystone)

Die Berner Regierung hält an «marktorientierten» Vergütungen für die Führungsorgane staatsnaher Betriebe wie der BKW fest. Die Einführung einer fixen Obergrenze für Cheflöhne lehnt der Regierungsrat ab, fordert die Betriebe aber zur Zurückhaltung auf.

In Betrieben mit kantonalen Beteiligungen sollen sich die Löhne «nicht an den höchsten Vergütungen in den jeweiligen Branchen orientieren», teilte die Berner Kantonsregierung am Freitag mit.

Gemäss einem Auftrag des Parlamentes legte sie gleichzeitig einen Bericht über die Vergütung der operativen und strategischen Führungsorgane in kantonalen Beteiligungen vor. Der Grosse Rat hatte die Regierung beauftragt zu prüfen, was sie gegen hohe Löhne bei staatsnahen Betrieben unternehmen kann.

Bei der Vergütungspraxis handle es sich um ein sehr «sensibles Thema», schreibt die Regierung nun. Vergleiche seien sehr anspruchsvoll. Zur Frage von «marktorientierten» und «marktgerechten» Löhnen werde es immer unterschiedliche Auffassungen geben. Die Unternehmen müssten sich am Branchenumfeld orientieren können, um die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu sichern.

SDA/nfe

1 Kommentar
    MZ

    "Bei der Vergütungspraxis handle es sich um ein sehr «sensibles Thema», schreibt die Regierung nun. Vergleiche seien sehr anspruchsvoll."

    Dafür haben wir vollstes Verständnis. Diskussionen um anspruchsvolle Themen ist nicht so die Sache der Regierung.