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Berner Kleinverlage in der Corona-KriseBerner Kleinverlage sehen sich auch als Wirtschaftsakteure

Die Buchbranche hatte 2020 trotz Corona-Krise insgesamt ein gutes Jahr. Aber Kleinverlage, die meist Nischen besetzen, leiden stark. Der Berner Verleger Matthias Vatter fordert deshalb eine nachhaltigere Kulturförderung.

Matthias Vatter, Verleger von Vatter &Vatter, im Büro im Kulturzentrum Progr in Bern.
Matthias Vatter, Verleger von Vatter &Vatter, im Büro im Kulturzentrum Progr in Bern.
Foto: Franziska Rothenbuehler

Eigentlich scheint alles gut: Der Schweizer Buchmarkt hat im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise insgesamt keine nennenswerten Umsatzeinbussen hinnehmen müssen. Insbesondere die Verkäufe bei der Ratgeberliteratur stiegen stark spiegelbildlich verlor die Reiseliteratur massiv. Aber es gibt auch eine Kehrseite: Kleinere Schweizer Buchverlage, die oft Nischen besetzen, wurden schwer getroffen von den Massnahmen des Bundes. Geschlossene Buchläden, ausgefallene Veranstaltungen, abgesagte Messen setzten ihnen arg zu.

Wir befinden uns im Westflügel des Progr – Zentrum für Kulturproduktion in Bern, genauer: im Raum für gedruckte Feinkost, dort wo Vatter & Vatter, der Verlag für «Wort-Bild-Kultur», seinen Geschäftssitz hat. Der Berner Kleinverlag besteht aus Geschäftsführer Matthias Vater sowie zwei Mitarbeitenden und ist bekannt für sein innovatives Angebot an «Nearbooks» – etwa die Wortfächer zu Gotthelf oder von Tavel oder die Gedankenblöcke. Jeder Kanton habe die Verordnung etwas anders umgesetzt, bilanziert Matthias Vatter. «Ich bin froh, dass ich meinen Geschäftssitz offenbar in einem buch- und verlagsaffinen Kanton habe.»

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