Zum Hauptinhalt springen

Coronavirus im Kanton Bern+++ Erste Geschäfte öffnen wieder +++ Fussgängerlobby fordert breitere Trottoirs +++ Armee beendet Einsatz +++

Ab heute Montag werden die Massnahmen gelockert. Wie verläuft der erste Tag in Berner Geschäften, die wieder öffnen dürfen?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es gibt 1714 bestätigte Corona-Fälle und 83 Todesfälle im Kanton Bern.
  • Der Bundesrat will den Ausnahmezustand schrittweise lockern.
  • Ab dem 27. April dürfen Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien im Kanton Bern wieder öffnen. Zudem können medizinische Praxen sowie Friseur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen.
  • Grundschulen und Läden sollen am 11. Mai wieder öffnen.
  • Am 8. Juni seien dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken an der Reihe.
  • Ob Grossveranstaltungen wie das Gurtenfestival oder das Buskers stattfinden können, hat die Regierung noch nicht entschieden. Vorerst bleiben Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen verboten.
  • Lebensmittelläden, Take-aways, Apotheken, Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen und Hotels bleiben wie bisher geöffnet.
  • Bern liefert: Diese Geschäfte haben virtuell trotzdem geöffnet.
  • Wie sich die wichtigsten Kennzahlen dieser Epidemie in der Schweiz und auch auf der Welt entwickeln: zur Übersicht.

LIVE TICKER BEENDET

Warteschlangen vor dem Gartencenter?

Gartencenter, Coiffeure, Zahnarztpraxen - ab morgen Montag soll ein Stück Normalität in die Schweiz zurückkehren. So sieht es der erste Schritt der bundesrätlichen Lockerungsmassnahmen vor. Doch was heisst schon «Normalität» in Zeiten der Corona-Krise? Kommt es in Bern - wie vor einigen Tagen in Österreich - zu langen Warteschlangen vor dem Gartencenter? Wie funktioniert der hygienisch korrekte Besuch beim Coiffeur? Und trauen sich die Leute wieder ins Spital oder zum Zahnarzt? «Der Bund» begleitet die Lockerung im Kanton Bern am Montag in diesem Liveticker.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Schweizer Baumärkte bereiten sich auf den Ansturm vor. (mas)

Nicht mehr nur dasitzen und warten. Endlich dürfen die Besitzer von Gartencentern diese wieder öffnen.
Nicht mehr nur dasitzen und warten. Endlich dürfen die Besitzer von Gartencentern diese wieder öffnen.
Manu Friederich

Keine weiteren Corona-Todesfälle im Kanton Bern

Noch liegen 54 an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten in Berner Spitälern. Das sind 7 weniger als am Samstag. 45 von ihnen sind auf normalen Bettenstationen untergebracht. Auf Intensivpflege angewiesen sind 9 Personen (2 weniger als am Vortag). Diese werden alle beatmet.

Die Zahl der Todesfälle hat sich seit Samstag nicht erhöht - sie liegt bei 83. Kaum vergrössert hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle - sie beträgt neu 1714. Das sind 6 mehr als am Samstag.

Die Informationen stammen von der Corona-Homepage des Kantons Bern, die täglich aktualisiert wird. (pd)

Fussgängerlobby fordert mehr Platz für - Fussgänger

Die Berner Verkehrsdirektorin Ursula Wyss forderte bereits vor einem Tag breitere Trottoirs (siehe weiter unten). Nun doppelt die Lobbyorganisation Fussverkehr Kanton Bern nach. Die Massnahmen gegen das Coronavirus hätten die Mobilitätsgewohnheiten stark verändert, heisst es in einer Mitteilung. Die herkömmliche Verteilung der Verkehrsflächen erschwere oder verunmögliche indes das Abstandhalten für Fussgängerinnen und Fussgänger, «weil für flächenineffiziente Verkehrsmittel übermässig viel Platz reserviert ist». Das sei vor allem im städtischen Raum, wo der Platz knapp ist, schon vor der Coronakrise ein Problem gewesen. «Jetzt akzentuiert es sich.»

Die Lobbyorganisation Fussverkehr Kanton Bern fordert daher, dass dem Fussverkehr in nächster Zeit mit neuen, gegebenenfalls temporären Begegnungszonen mehr Platz eingeräumt werde, wie dies im Ausland schon beschlossen worden sei.

Angebote, deren Potenzial auf einer hohen Personendichte beruhten, hätten es in nächster Zeit schwer, heisst es in der Mitteilung – also auch der öffentliche Nahverkehr. Die Lösung liege aber nicht im Umsteigen aufs Auto, sondern beim Fussverkehr und beim Velo. Gerade in Stadt und Agglomeration könne man viele Dinge problemlos zu Fuss erledigen.
(pd)

Wenn mehr Leute mit Velos oder zu Fuss unterwegs sind, stellt sich die Platzfrage.
Wenn mehr Leute mit Velos oder zu Fuss unterwegs sind, stellt sich die Platzfrage.
mos

Berner Stadtpräsident: «Wir müssen noch ein wenig durchhalten»

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried ruft die Bevölkerung in einer Videobotschaft dazu auf, «noch ein wenig durchzuhalten» und sich auf die nächsten Schritte der Lockerung der Corona-Massnahmen vorzubereiten. Aus dem Ausnahmezustand liessen sich auch Lehren ziehen.

Man spreche viel davon, dass soziale Innovation nötig sei. «In den letzten sechs Wochen haben wir mit Nachbarschaftshilfe, Generationensolidarität, Rücksichtnahme und Achtsamkeit viel soziale Innovation betrieben», sagte von Graffenried (GFL) in einer am Samstag publizierten Videobotschaft.

Auch bei der digitalen Transformation «haben wir einen Sprung gemacht». In Zukunft werde man einfacher Videokonferenzen durchführen können und digitale Tools zum Beispiel in der Schule gezielter einsetzen können.

«Wird die Welt wieder so wie vorher? Fallen wir sofort wieder in den alten Trott?» Während Veränderungen wie das Abstand halten oder die Beschränkung von Personenzahlen noch lange erhalten blieben, «liegt es an uns, welche Innovationen wir vorantreiben».

Er, von Graffenried, wünsche sich eine «achtsamere, solidarischere Gesellschaft, das können wir sicher aus den letzten sechs Wochen lernen». Auch sei die Gesundheit das Wichtigste. «Wir brauchen ein starkes Immunsystem.» Die Natur helfe dabei. «Bleiben Sie zu Hause, befolgen Sie die Regeln, aber gehen Sie auch an die frische Luft.» (SDA)

14 Neuansteckungen im Kanton Bern – ein Todesfall

Im Kanton Bern sind innert 24 Stunden 14 Neuansteckungen mit Covid-19 registriert worden. Eine weiterer Mensch erlag dem Virus. Die Zahl der Intensivpflegefälle blieb stabil.

Von den unverändert 11 Menschen, die am Samstagmorgen auf Intensivstationen lagen, müssen 10 beatmet werden (Vortag: 8). Dies geht aus den im Internet publizierten Zahlen des Kantons Bern hervor. Im Spital befinden sich 61 Covid-Patienten (Vortag: 60).

Die Zahl der Ansteckungen liegt neu bei insgesamt 1708 Personen, 14 mehr als am Freitag. Bisher 83 Menschen sind gestorben. (SDA)

Diese Marktstände sind ab Samstag wieder in der Stadt verteilt

Gemeinderätin Wyss will Trottoirs verbreitern

Die Berner Gemeinderätin Ursula Wyss hat über Twitter ein Positionspapier veröffentlicht. Darin schreibt sie, dass die Verteilung des städtischen Raums «zugunsten der Menschen priorisiert werden müsse». Bis sich die Situation beruhige brauche es für die Menschen mehr Platz, fordert Wyss. Man müsse die Trottoirs verbreiten, damit die Menschen die Abstandsvorgaben einhalten können.

Auch der Platz in den Parks und auf Plätzen werde neu aufgeteilt werden müssen. Als Beispiel für eine neue Platzordnung führt Wyss den Wochenmarkt auf, der wohl noch länger nicht in seiner alten Form stattfinden könne. Er müsse wohl auch künftig an mehreren Standorten platziert werden.

«Wir sollten die Krise als Chance nutzen, eine gerechtere Verteilung des städtischen Raums zugunsten der Menschen zu erreichen», schreibt Wyss weiter.

Armee beendet Einsatz

Zwanzig Soldatinnen und Soldaten der Sanitätsrekrutenschule Airolo haben am Freitag ihren Corona-Einsatz zur Unterstützung der Berner Rettungsdienste abgeschlossen.

Der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller dankte den Einsatzkräften im Namen des Regierungsrats für ihr Engagement, das auch mit Risiken verbunden gewesen sei. Der Ausbruch des Coronavirus zeige, dass das Gesamtsystem nur im Verbund funktioniere.

«Insofern ist Ihr Einsatz als Armeeangehörige ein Glanzlicht in der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg», betonte er laut einer Mitteilung des Kantonalen Führungsorgans vom Freitag.

Die Soldatinnen und Soldaten unterstützten die Berner Rettungsdienste seit dem 20. März bei der Bewältigung der Corona-Krise. Die Armeeangehörigen waren jeweils in ein ordentliches Rettungsteam integriert und halfen den Profirettern bei Patiententransporten und Notfalleinsätzen. (sda)

Armeeeinsatz in Bern.
Armeeeinsatz in Bern.
Bild: Raphael Moser

Privatspital in Gümligen fährt Angebot hoch

Nach dem Beschluss des Bundesrates werden die medizinischen und chirurgischen Aktivitäten der Klinik Siloah am 27. April wieder aufgenommen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Diese Wiederaufnahme werde von Kontrollmassnahmen, Vorsorgeuntersuchungen und «sehr strengen Hygienemassnahmen» begleitet, um für die Patienten Konsultationen, Eingriffe und medizinische Nachsorge mit «maximalem Schutz in einer sicheren Umgebung» zu gewährleisten.

Jürg Spori

Langnau Jazz Nights auf nächstes Jahr verschoben

Wegen der Coronapandemie haben die Organisatoren die diesjährigen Langnau Jazz Nights abgesagt. Die 30. Ausgabe des Festivals findet voraussichtlich Ende Juli 2021 statt.

Den Entscheid haben die Organisatoren laut Mitteilung vom Freitag «schweren Herzens» getroffen. Das Festival hätte vom 21. bis am 25. Juli über die Bühne gehen sollen.

Unter den aktuellen Umständen sei eine Durchführung der Jazz Nights aber unmöglich, halten die Organisatoren fest. Oberste Priorität habe neben der Gesundheit aller Beteiligten die Schadensbegrenzung und die Sicherstellung der Zukunft des Festivals. (sda)

Young Boys im Home-Training

YB-Spieler trainieren zuhause und sind mittels Videokonferenz verbunden. Konditionstrainer Martin Fryand macht die Fitnessübungen vor, die Spieler folgen ihm. Trainer Gerry Seoane beobachtet die Spieler dabei über die Videoaufzeichnungen auf Grossleinwand.

YB-Training
YB-Training

Berner Stadtpräsident und Gewerbe rufen zu Solidarität auf


Gemeinsam mit drei Branchenorganisationen hat der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried am Freitag an die Solidarität der Immobilienbranche appelliert. Sie solle sich in Bezug auf die Mieten während der Corona-Pandemie kulant zeigen.


Es brauche individuelle Lösungen für die von den Auswirkungen der Corona-Krise gebeutelten Unternehmen. Gerade Detailhändler, Gastrobetriebe und Gewerbebetriebe stünden vor einer schwierigen Aufgabe.

Mit den vom Bund verhängten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sei bei vielen von ihnen der Umsatz weggebrochen, heisst es in einer Mitteilung der städtischen Präsidialdirektion, der Branchenorganisationen BernCity, Gastro Stadt Bern und KMU Stadt Bern.

Stadtpräsident von Graffenried und die Branchenorganisationen fordern die Vermietenden auf, beispielsweise die Mieten zu stunden und gemeinsam mit den Mieterinnen und Mietern unkomplizierte und faire Lösungen zu suchen. Nur mit einem raschen, entschlossenen und grosszügigen Vorgehen könne den Gastro- und Ladenbetrieben jetzt geholfen werden.
(sda)

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried fordert Vermieter auf, grosszügig zu sein.
Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried fordert Vermieter auf, grosszügig zu sein.
Franziska Rothenbühler

Berner Entsorgungshöfe wieder mit gewohnten Öffnungszeiten

Die Entsorgungshöfe der Stadt Bern kehren ab Montag wieder zu den normalen Öffnungszeiten zurück. Weiterhin gilt jedoch, dass die Bevölkerung die Entsorgungshöfe nur in dringenden Fällen aufsuchen soll.

Es kann zu längeren Wartezeiten kommen, wie die städtische Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün am Freitag mitteilte. Wegen der Corona-Pandemie werden die Kundinnen und Kunden aus Sicherheitsgründen weiterhin nur im Tröpfchensystem eingelassen.

Wichtiger Punkt: In den Entsorgungshöfen darf kein Gedränge entstehen.
Wichtiger Punkt: In den Entsorgungshöfen darf kein Gedränge entstehen.
Raphael Moser


Die Entsorgungshöfe sind ab dem 27. April unter der Woche am Abend länger und auch am Samstag wieder offen.
(sda)

Stadt Bern nimmt Vermietung von Wohnungen wieder auf


Immobilien Stadt Bern nimmt ab kommendem Montag die Aktivitäten zur Vermietung von städtischen Wohnungen und Liegenschaften wieder auf. Die Vermietungen waren aufgrund des Coronavirus Ende März eingestellt worden.

Nun wird diese Massnahme in Einklang mit den Regeln des Bundes am 27. April gelockert, wie die städtische Direktion für Finanzen, Personal und Informatik am Freitag mitteilte. Nach wie vor gibt es aber gewisse Einschränkungen, namentlich bei den Besichtigungen.

Freie Besichtigungen bei neuen Wohnungen sind nach wie vor nicht vorgesehen.
Freie Besichtigungen bei neuen Wohnungen sind nach wie vor nicht vorgesehen.
Adrian Moser


Dabei müssen die Sicherheitsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewahrt werden. Besichtigungen erfolgen nur auf Anfrage und individuell. Auf offene Besichtigungstermine ohne Anmeldung verzichtet Immobilien Stadt Bern noch.
(sda)

Drei weitere Coronatote

Die Zahl der bestätigten Coronafälle ist im Kanton Bern seit Donnerstag um 24 gestiegen - von 1670 auf 1694. Die Zahl der Todesfälle hat sich um 3 von 79 auf 82 erhöht. Diese Informationen finden sich auf der Corona-Seite des Kantons Bern, die täglich aktualisiert wird.

Im Spital werden insgesamt noch 60 Covid-19-Patienten behandelt (minus 6). 49 von ihnen liegen auf der normalen Bettenstation (am Vortag waren es 55), 11 auf einer Intensivstation (unverändert). 8 dieser 11 Patienten müssen beatmet werden. Am Donnerstag waren 7 Patienten auf Beatmung angewiesen.

Maximum kurz vor Ostern

Die Auslastung der Spitäler ist seit der Woche vor Ostern stark zurückgegangen. Am Mittwoch, den 8. April waren 127 Patientinnen und Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung hospitalisiert. An jenem Tag ist im Kanton Bern nach Ausbruch der Corona-Pandemie das Maximum an Hospitalisationen erreicht worden. Die Zahl der Hospitalisierten ist seither mehr oder weniger kontinuierlich zurückgegangen.

Auf den Intensivstationen in den Spitälern des Kantons Bern - hier jene in Thun - gab es bisher stets Kapazitätsreserven.
Auf den Intensivstationen in den Spitälern des Kantons Bern - hier jene in Thun - gab es bisher stets Kapazitätsreserven.
Patric Spahni

Die grösste Auslastung auf den Intensivstationen wurde am 9. April verzeichnet. Damals wurden dort 36 Patientinnen und Patienten gepflegt. Zwischen dem 3. und dem 15. April waren jeweils 30 oder mehr Personen auf Intensivpflege angewiesen. Vorher und nachher waren es weniger. (pd)

Die Schülerinnen und Schüler sollen wegen der Coronakrise keine Nachteile erleiden

Die Bildungsdirektion des Kantons Bern hat die Beurteilung für das laufende Schuljahr an der Volksschule festgelegt, wie sie am Freitagvormittag mitteilte. Damit gechieht das, was bereits angekündigt worden ist. Wegen des längeren Ausfalls des Präsenzunterrichts zählen für die Beurteilungsberichte an der Volksschule vor allem jene Leistungen, welche die Schülerinnen und Schüler vor dem «Lockdown» am 16. März 2020 erbracht haben. Die neuen Regelungen zur Beurteilung treten auf den 1. Mai in Kraft.


Am 11. Mai sollen die obligatorischen Schulen wieder geöffnet werden. Dies hat der Bundesrat letzte Woche bekannt gegeben. Wegen des Coronavirus fand seit dem 16. März 2020 kein Präsenzunterricht mehr statt. Den Schülerinnen und Schülern sollen durch die Einschränkungen der ausserordentlichen Lage für ihren weiteren Bildungsweg keine Nachteile entstehen, heisst es in der Mitteiltung des Kantons. Deshalb hat Bildungsdirektorin Christine Häsler eine Verordnung auf Direktionsstufe genehmigt, welche die Beurteilung an der Volksschule für das laufende Schuljahr den besonderen Umständen anpasst. Ziel ist, in der Beurteilung einfache und faire Lösungen zu realisieren. Die neuen Regelungen treten auf den 1. Mai in Kraft und gelten für die Beurteilungen bis Ende des laufenden Schuljahres.


Was passiert konkret?

In den Beurteilungsberichten aller Schulstufen sollen nur diejenigen Leistungen in die Gesamtbeurteilung miteinbezogen werden, welche die Schülerinnen und Schüler vor dem 16. März erbracht haben. Wenn der Präsenzunterricht wieder stattfindet, werden nur diejenigen Kompetenzen beurteilt, die seit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs während genügend langer Zeit aufgebaut, vertieft und geübt werden konnten. Diese Beurteilungen fliessen nur dann in die Gesamtbeurteilung ein, wenn sich die Schülerinnen und Schüler dadurch verbessern können. Ein besonderes Gewicht hat die prognostische Beurteilung, welche eine Einschätzung für die weitere Schullaufbahn vornimmt.


Für den Übertritt in die Sekundarstufe I am Ende des 6. Schuljahrs gilt der Schullaufbahnentscheid, der diesen Frühling bereits getroffen wurde.
(pd)

Christine Häsler, Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern.
Christine Häsler, Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern.
Foto: Nicole Philipp

Kanton Bern verteilt Asylbewerber auf mehr Unterkünfte

Der Kanton hat in Worb, Beatenberg und Konolfingen zusätzliche Asylunterkünfte eröffnet. Dies gab der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller am Freitag in einem Interview mit der «Berner Zeitung» bekannt (eine ausführliche Zusammenfassung lesen Sie hier.) Der Kanton will so mehr Platz für Asylsuchende schaffen. Auf diese Weise könnten die Regeln des Social Distancing eingehalten werden.

In sämtlichen Asylunterkünften des Kantons Bern sei bisher nur eine einzige Person erkrankt, sagt Müller im Interview. Es sei aber niemand sonst angesteckt worden.

Die Asylzentren in Biel und Aarwangen, die nebst Gampelen per 1. Juli zu Rückkehrzentren für abgewiesene Asylsuchende umfunktioniert werden sollten, werden als normale Unterkünfte weiterbetrieben.

Wie ein Corona-Test im Drive in abläuft

Der «Bund» war bei einem Corona-Test auf dem Berner Bea-Areal dabei. Der Test wird nun auch bei milden Symptomen empfohlen. Lesen Sie hier die Reportage zum skurrilen Ereignis.

Foto: Christian Pfander

Berner Parks öffnen Schritt für Schritt wieder

Ab Montag wird die Münsterplattform für die Bevölkerung wieder geöffnet, wie die Berner Stadtregierung am Donnerstag mitteilt. Die anderen wegen des Coronavirus geschlossenen Parkanlagen folgten schrittweise und nach Beobachtung der Lage.

Wichtig bleibe, dass die Bevölkerung weiterhin Abstand halte und sich im öffentlichen Raum keine grösseren Gruppen bilden, schreibt die Stadtregierung weiter.

Der Gemeinderat habe zudem entschieden, die seit Ausbruch der Pandemie im Bereich der Innenstadt geschlossenen Parkanlagen schrittweise wieder zu öffnen. In den Quartieren standen stets alle Anlagen offen.

Weiter würden im öffentlichen Raum punktuell wieder Stühle zur Verfügung gestellt. Sie sollen den Menschen, die in der Stadt unterwegs sein müssten, die Möglichkeit geben, sich weit genug voneinander hin zu setzen und so auch die Distanzregeln zu respektieren.

Der Gemeinderat beabsichtige, im Hinblick auf die angestrebte Wiedereröffnung aller Geschäfte am 11. Mai weitere Parkanlagen im Bereich der Innenstadt wieder zu öffnen. Noch ist aber nicht entschieden, welche Parkanlagen und in welcher Reihenfolge. Die Lage werde bis dahin aufmerksam beobachtet.

Wann öffnet die Bundesterrasse? Laut der Stadt ist das derzeit noch unklar.
Wann öffnet die Bundesterrasse? Laut der Stadt ist das derzeit noch unklar.
Foto: Franziska Rothenbühler