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Zukunft von Kurzfilmfestival Shnit ist ungewiss

Der Kanton und die Stadt Bern haben dem Kurzfilmfestival Shnit 2019 keine Fördergelder gezahlt. Fehlen diese weiterhin, könnte dies das Ende des Festivals bedeuten.

Steht das Shnit-Filmfestival vor dem Aus?
Steht das Shnit-Filmfestival vor dem Aus?
zvg

Die Zukunft des Kurzfilmfestivals Shnit sieht nicht rosig aus. Eine Recherche des SRF Regionaljournals Bern Freiburg Wallis zeigt: Der Kanton, die Stadt und die Burgergemeinde Bern haben 2019 keine Förderbeiträge mehr ans Festival bezahlt. Diese waren die wichtigsten Geldgeber für die Veranstaltung. Sie zahlten jährlich jeweils insgesamt 190'000 Franken. Nur durch private Geldgeber konnte das Festival 2019 noch stattfinden.

Für das Kurzfilmfestival Shnit lief bisher es gut. Wie die Veranstalter letztes Jahr berichteten, zogen die über 200 Kurzfilme und zahlreichen Kurzfilmevents rund 20'000 Besucherinnen und Besucher an. Das 17. Shnit Worldwide Shortfilmfestival hatte 2019 neue Spielstätten in der Berner Innenstadt und mehr Wettbewerbsfilme als im Vorjahr: 21 Filme liefen in der nationalen, 121 in der internationalen und 18 in der Worldwide Competition. Shnit fand 2003 zum ersten Mal als Kurzfilmabend im kleinen Rahmen statt. Seither ist das Festival stark gewachsen; mit Tausenden von eingereichten Kurzfilmen und Spielstätten auf der ganzen Welt.

Ob das Festival keine Finanzspritze mehr bekommt, dazu wollte noch niemand konkret Stellung beziehen. Zwischen dem Stiftungsrat und den verschiedenen Geldgebern finden Verhandlungen über die Finanzierung statt, wie der Informationsdienst der Stadt Bern auf Anfrage des «Bund» mitteilt.

Schon seit längerer Zeit wurde immer wieder Kritik an der Organisation des Festivals laut. Um die Strukturen zu verbessern und zu professionalisieren, wurde für die vergangene Ausgabe mit Attila Gaspar ein neuer Geschäftsführer eingestellt. Er war aber nicht der erste, in früheren Jahren hatten verschiedene Personen diese Stelle inne, aber jeweils nicht für lange. Seit den Anfängen mit dabei ist Festivalleiter Olivier van der Hoeven. Er wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt gegenüber dem «Bund» aber nicht zur finanziellen Situation des Festivals äussern, da man noch in Verhandlungen sei.

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