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Zibelemärit: Auf dem Kornhausplatz neu bis 22 Uhr

Der Tag des Berner Traditionsmarktes ist einer der längsten des Jahres. Er begann zur frühen Morgenstunde – und dauert auf dem Kornhausplatz erstmals bis 22 Uhr.

Konfetti dürfen am Zibelemärit natürlich nicht fehlen.
Konfetti dürfen am Zibelemärit natürlich nicht fehlen.
Thomas Kaspar
Auch in der Innenstadt sind viele Märitgänger unterwegs.
Auch in der Innenstadt sind viele Märitgänger unterwegs.
Thomas Kaspar
Im Verlauf des Tages werden noch mehr Besucher erwartet.
Im Verlauf des Tages werden noch mehr Besucher erwartet.
Thomas Kaspar
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Nachts fahren die Bauern ihre Ware auf, denn schon ab 4 Uhr früh tummeln sich die ersten Schaulustigen in den Gassen. Das «Gschtungg» wird grösser, zumal Extrazüge und gegen hundert Busse ihre Passagiere in die Stadt entlassen.

Auch Berns Nomenklatura ist früh auf den Beinen. Schon vor 7 Uhr beleben Regierungsleute und Parlamentsangehörige, Wirtschaftsführer und gesellschaftliche Stützen den Trianon-Saal im Hotel Schweizerhof. Der Bärentrust vergibt Jakob Messerli, dem Direktor des Bernischen Historischen Museums, den Bäredräck-Preis, weil er sich um die Kultur der Bundesstadt verdient gemacht hat.

Ein weiterer Preis findet seinen Empfänger: WKS-Direktor Christian Vifian wird im Kursaal zum Oberzibelegring ernannt. Dies, weil er aus der Lehrlingsschule des KV Bern eine moderne und zeitgemässe Wirtschafts- und Kaderschule geformt habe, heisst es in der Laudatio.

«Gstungg» und Sicherheit

Während die führende Klasse von Berns Gesellschaft an der Wärme Networking betreibt, vergnügt sich das Volk draussen bei nicht sehr kaltem Wetter. Konfetti fliegen durch die Luft. An 145 Ständen warten geflochtene Zwiebelzöpfe auf Kundschaft. Am Zibelemärit werden längst nicht nur Zwiebeln verkauft. An anderen Ständen – total sind es 590 – gibt es auch Keramik, Textilien, Spielwaren und Schmuck zu kaufen.

Im Vorjahr waren es noch 628, wie Norbert Esseiva von der Gewerbepolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagt. Damit das «Gschtungg» nicht zu gross und damit gefährlich wird, wurden diesmal weniger Stände bewilligt. Neudeutsch heisst dies «Crowd Management». Es soll ausreichend Platz geben, damit sich kein gefährliches Gedränge bilden kann. Es sind auch Notausgänge ausgeschildert.

Zudem sind überall Fusspatrouillen der Kantonspolizei zu sehen, die entspannt drauf sind, aber stets ein Auge auf das Geschehen haben. An die vielen massiven Betonklötze, welche die Zufahrtspunkte zu den Märitgassen versperren, hat man sich inzwischen schon gewöhnt. Am Nachmittag lässt die Polizei verlauten, der diesjährige Zibelemärit sei ruhig verlaufen, und dies trotz mehreren Zehntausend Besucherinnen und Besuchern.

Am Mittag lädt die in Bern domizilierte Mobiliar-Versicherung ins Bellevue zum traditionellen Apéro. Der ein oder andere Würdenträger erscheint im Nobelhotel mit Konfetti im Haar und sorgt so im wahrsten Sinne für Farbtupfer.

Keine Trinkerlaubnis

Am Nachmittag erreicht das Gedränge seinen Höhepunkt, weil viele Schülerinnen und Schüler einen halben Tag frei bekommen. Die meisten Angestellten haben nicht frei, wenngleich einige sich einen Becher Glühwein genehmigen. Allerdings sagen manche Firmen, dass sie auch an diesem Tag keine alkoholisierten Mitarbeiter tolerieren.

Wenn die Werktätigen aus den Büros kamen, schlossen früher die Stände am Kornhausplatz bereits. Das wurde als unbefriedigend empfunden. Diesmal dürfen die Beizli dort erstmals bis 22 Uhr offenhalten. Man soll ja die Fleissigen nicht bestrafen.

sda/mdü

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