Wohl Abstimmung über Transitplatz für Fahrende

Das Referendum gegen den umstrittenen Transitplatz in Wileroltigen ist wohl zustande gekommen. Davon geht die Junge SVP nach Ablauf der Referendumsfrist aus.

Der Transitplatz in Wilteroltigen stösst bei vielen Einheimischen auf Widerstand.

Der Transitplatz in Wilteroltigen stösst bei vielen Einheimischen auf Widerstand.

(Bild: Valérie Chételat (Archiv))

Nötig für das Zustandekommen des Referendums sind 10'000 gültige Unterschriften. «Es sieht sehr gut aus», sagte Co-Präsident Adrian Spahr am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Nach Ablauf der Referendumsfrist am Mittwoch bleibt für die Abgabe der beglaubigten Unterschriften Zeit bis am 2. August. Das Referendum richtet sich gegen den geplanten Transitplatz für ausländische Fahrende an der Autobahn A1 in Wileroltigen. Der Grosse Rat hatte dafür im Frühling einen Kredit von 3,3 Millionen Franken genehmigt.

Aus Sicht der Jungen SVP setzte sich das Parlament über die Köpfe der ortsansässigen Bevölkerung hinweg. Die Partei kritisiert zudem die Kosten. Jeder der 36 geplanten Wohnwagen-Parkplätze würde «exorbitante 90'000 Franken» kosten.

Die Suche nach Standplätzen für Fahrende ist in der Schweiz seit Jahren ein Thema. Als schwierig erweist sich vor allem die Schaffung von Plätzen für ausländische Fahrende. In Wileroltigen tauchten im Sommer 2017 mehr als 200 Wohnwagen mit rund 500 Fahrenden auf. Das führte zu Problemen und Spannungen in der 350-Seelen-Gemeinde. Ein Bürgerkomitee formierte sich.

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