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«Wir brauchen einen bürgerlichen Ständerat»

SVP Parteichef Werner Salzmann möchte, dass am 17. November nur ein Bürgerlicher antritt. Wer, lässt er offen.

Werner Salzmann will sich noch nicht in die Karten schauen lassen.
Werner Salzmann will sich noch nicht in die Karten schauen lassen.
Keystone

Herr Salzmann, wie schätzen Sie Ihren dritten Platz im ersten Wahlgang der Ständeratswahlen ein?

Ich bin zufrieden. Der Abstand auf die beiden Erstplatzierten ist gering, und dass ich am Ende einen relativ grossen Vorsprung auf die BDP-Kandidatin Beatrice Simon herausholen konnte, hätte ich auch nicht so erwartet.

Dann werden Sie am 17. November zum zweiten Wahlgang antreten?

Wir werden am Montagabend mit den anderen bürgerlichen Parteien zusammensitzen und am Dienstagmorgen kommunizieren, wer wie und wo antritt.

Angesichts Ihres guten Resultates haben Sie aber gewiss Erwartungen an die anderen bürgerlichen Kandidierenden?

Wie gesagt, das diskutieren wir morgen Abend.

Wünschenswert wäre ein bürgerlicher Schulterschluss?

Wir brauchen einen bürgerlichen Ständerat aus dem Kanton Bern. Dazu ist ein Schulterschluss nötig. Wie dieser aussehen wird, kommt wie gesagt am Dienstag aus.

Beatrice Simon hat den Einzug in den Nationalrat geschafft. Damit wird die BDP-Regierungsrätin wohl aus der Kantonsregierung ausscheiden. Würde die SVP der BDP bei den Ersatzwahlen für den frei werdenden Regierungsratssitz den Vortritt lassen, wenn sich Simon beim Ständerat zurückzieht?

Diese Frage werde ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

Diese Option wird aber diskutiert?

Dazu sage ich nichts.

Einerseits haben Sie persönlich gut abgeschnitten, anderseits verliert die Berner SVP aber zwei Sitze im Nationalrat. Das muss Sie als SVP-Kantonalpräsidenten schon etwas wurmen?

Selbstverständlich freue ich mich über mein persönliches Abschneiden. Dennoch überwiegt der Verlust dieser zwei Mandate. Da müssen wir über die Bücher. Dennoch betone ich hier gerne, dass die SVP weiterhin mit Abstand die stärkste Partei im Kanton bleibt.

Wenn Sie auf den Wahlkampf zurückblicken, hat die SVP Fehler gemacht?

Im Moment sehe ich keine solchen. Allerdings konnten wir unsere Wähler zu wenig mobilisieren. Wir verloren auch auf dem Land Wähleranteile. Bedauerlich ist insbesondere, dass Adrian Amstutz nicht noch einmal angetreten ist. Dessen Potenzial konnten wir nicht ersetzen. Was schmerzt, ist zudem, dass wir unter den bürgerlichen Parteien keine Listenverbindungen hinbekommen und damit einen Sitz an die Linken verloren haben.

Und in der Klimapolitik, in welcher die SVP eher einen Klimahype sieht?

Da würden wir noch einmal genau gleich vorgehen.

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