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Wieder Kuschelkurs im BKW-Lohnstreit

Doch keine Intervention: Nach der scharfen Kritik am Lohnsystem verzichtet die Berner Regierung darauf, die Generalversammlung der BKW aufzumischen.

BKW-Chefin Suzanne Thoma sorgte mit ihrem Lohn für Kritik.
BKW-Chefin Suzanne Thoma sorgte mit ihrem Lohn für Kritik.
Adrian Moser

An der Generalversammlung der BKW vom kommenden Freitag in Bern dürfte der Bericht zu den Vergütungen für Verwaltungsrat und Konzernleitung zustimmend zur Kenntnis genommen werden. Denn der Mehrheitsaktionär Kanton Bern wird den Anträgen des Verwaltungsrats zustimmen.

Die Berner Kantonsregierung teilte am Mittwochabend mit, sie habe die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) beauftragt, an der Versammlung im Sinne der Anträge des Verwaltungsrats zu stimmen. Der Verwaltungsrat wird den Aktionären beantragen, den Vergütungsbericht 2018 zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.

Zur Begründung ihres Auftrags an die BVE schreibt die Berner Regierung, der BKW-Verwaltungsrat wolle das Vergütungsmodell des Unternehmens überprüfen und anpassen. Das habe er dem Regierungsrat schriftlich bestätigt. «Der Regierungsrat dankt dem Verwaltungsrat für die Bereitschaft, diese Thematik anzugehen», heisst es weiter.

Mehr als zwei Millionen für Thoma

Der BKW-Vergütungsbericht hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil daraus hervorgeht, dass BKW-Chefin Suzanne Thoma im Geschäftsjahr 2018 2,03 Millionen Franken erhalten hat - rund 700'000 Franken mehr als im Vorjahr. Auch die Konzernleitung als Ganzes erhielt mehr Geld, so wie auch der Verwaltungsrat.

Die Berner Regierung gab am Dienstag dieser Woche bekannt, sie beobachte diese Entwicklung der Topsaläre «mit Sorge». Für das Berner Energie- und Infrastrukturunternehmen sei diese Entwicklung ein Reputationsrisiko. Der BKW-Verwaltungsrat solle das Vergütungsmodell überprüfen.

Schon am Dienstag gab die BKW daraufhin bekannt, das Entschädigungsmodell werde überprüft.

(SDA)

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